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Spielzeit 2021/22

Kinderkriegen

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft!“

… hören wir überall. Auch im Ruhe-Abteil des ICE, in dem Kathrin Rögglas Kinderkriegen seinen Anlauf nimmt … Doch lieber wäre es den Reisenden schon, wenn diese Zukunftsträger*innen nicht hier, sondern im Kinderabteil reisen würden…


Kinderkriegen

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft!“

… hören wir überall. Auch im Ruhe-Abteil des ICE, in dem Kathrin Rögglas Kinderkriegen seinen Anlauf nimmt … Doch lieber wäre es den Reisenden schon, wenn diese Zukunftsträger*innen nicht hier, sondern im Kinderabteil reisen würden…

Ganz schön viel Druck, der da auf den kommenden Generationen lastet: Die Zukunft sein, aber gleichzeitig nicht stören und sich anpassen. Ganz schön viel Druck, der da auf den Eltern lastet: Die Zukunft zukunftsfähig heranziehen und dabei gleichzeitig die totale Selbsterfüllung und wahnsinniges Eltern-Glück zu empfinden. Ganz schön viel Druck, der da auf Menschen lastet, die keine Kinder bekommen können oder wollen… Nicht in der Lage, die Zukunft zu schaffen – da stimmt doch was nicht. Die Zukunft nicht schaffen wollen – da stimmt doch was nicht.

In einer Zeit, in der Selbstverwirklichung ganz oben auf der To-Do-Liste steht und das Versprechen, dass alles möglich ist, allgegenwärtig ist, sind Kinderplanung, Geburt und Erziehung zu einem stetig wachsenden Markt der Hoffnungen und Ängsten geworden. Doch in welchem Lebensentwurf sich die Figuren in Kinderkriegen auch gerade befindet, das Glück will sich einfach nicht einstellen.

Die nächste Generation bleibt in Kinderkriegen unsichtbar, stattdessen schubsen sich der SPÄTBERUFENE, die OMA, die ALTE MUTTER, die RABENMUTTER, der BUNDESTAGSABGEORDNETE, DER ENGAGIERTE und die KINDERLOSE in den Ring der Verurteilung.

In einem satirischen Horror-Trip verarbeitet Kinderkriegen den gesellschaftlichen Druck, der auf allen Menschen – insbesondere Frauen – lastet, sich zum Thema Kinderkriegen und Kinderhaben zu verhalten und die Bilder der Gesellschaft zu erfüllen.

Die bekannte Gegenwartsdramatikerin Kathrin Röggla, die zuletzt als „hellwache Beobachterin unserer Gegenwart, (…) forcierte Denkerin und Aktivistin“ mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis 2022 ausgezeichnet wurde, hat Kinderkriegen 2012 als Auftragsarbeit für das Münchner Residenztheater geschrieben. Gemeinsam mit der Regisseurin Julia Wissert und der Dramaturgin Hannah Saar aktualisiert sie Kinderkriegen für das Schauspiel Dortmund.

Diese Produktion ist interessant für alle, die diese/n

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Premiere: 19.03.2022 im Schauspielhaus
Termine: folgen
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