Im Gespräch mit…

Im Gespräch mit…

Talk mit Aktivist*innen, Autor*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen

Die Videos der einzelnen Gespräche findet ihr bald bei den einzelnen Terminen unten im Archiv

Unter der Intendanz von Julia Wissert ist am Schauspiel Dortmund ein neues Berufsfeld in der deutschsprachigen Theaterlandschaft entstanden – die Stadtdramaturgie. Die Stadtdramaturgin Megha Kono-Patel hat diese konzipiert, durch teilnehmende Beobachtung am Schauspiel, aufsuchende Arbeit im Stadtraum und der Erstellung eines theoriebasierten Konzepts.

Dabei sollen Denker*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Autor*innen, deren Wissen in die Konzeption geflossen ist nicht unsichtbar bleiben. Diese Akteur*innen sind nicht nur im Feld ihrer Profession große Namen, sondern verbinden ihre professionelle Praxis mit persönlichen Anliegen, die sich historisch, politisch und ideologiekritisch lesen lassen.

Deshalb lädt das Schauspiel Dortmund sie ein, und bringt sie in ein Gespräch mit Akteur*innen mit ähnlichem Arbeitsansatz und/oder Denkansatz aus dem Ruhrgebiet. Dabei entsteht ein wertschätzendes Gespräch, das sich mit übergeordneten Themen aus einem mitgebrachten Text beschäftigen. Der Text wird zum Auftakt des Abends von Ensemblemitglieder*innen des Schauspiel Dortmund für das Publikum gelesen.

Aktuelle Termine

Juni

04. Juni 2022

Prof. Dr. Paul Mecheril

04.06.2022 15Uhr im Literaturhaus Dortmund

Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldung wenn möglich vorher per E-Mail an: stadtdrama@theaterdo.de.

Prof. Dr. Paul Mecheril

Studiert habe ich Psychologie, auch ein wenig Philosophie an den Universitäten Trier, Bielefeld, Wien und Münster.

Ich habe lange in Münster am Fachbereich Psychologie gearbeitet. Noch länger war ich im Anschluss an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld tätig.

Von März 2008 bis September 2011 hatte ich an der Leopold Franzen Universität Innsbruck am Institut für Erziehungswissenschaft die Universitätsprofessur für Interkulturelles Lernen und Sozialer Wandel inne und von Oktober 2011 bis März 2019 am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg die Professur für Bildung in der Migrationsgesellschaft.

Seit Juni 2019 arbeite ich an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.

Foto: ©

Archiv

Termine

07. Dezember 2021

Emilene Wopana Mudimu mit Julienne de Murier
und Sarah Yawa Quarshie aus unserem Ensemble

07.12.2021 19:30Uhr im Institut des Schauspiels

Anmeldung telefonisch und per Mail über unsere Theaterkasse

14. Dezember 2021

Senthuran Varatharajah mit Athithya Balamuraley
und Valentina Schüler aus unserem Ensemble

1.12.2021 19:30Uhr im Literaturhaus Dortmund

Anmeldung über das Literaturhaus Dortmund
(Begrenzte Platzkapazität)
Es gelten hier die 2G-Regeln!

21. Dezember 2021

Nesrin Tanc mit Eva Busch
und Linda Elsner aus unserem Ensemble

21.12.2021 19:30Uhr im Black Pigeon

Anmeldung über das Black Pigeon
(Begrenzte Platzkapazität)

15. Januar 2022

Dr. Noa K. Ha mit Naomi Hennor

15.01.2022 15Uhr im Rekorder II

Es gilt die 2G-Regelung! Platzkapazität auf 25 begrenzt!

19. März 2022

Dr. Belinda Kazeem-Kamiński mit Cate Lartey

Ensemblemitglied Marlena Keil liest

19.03.2022 15Uhr in Chancen-Café 103

Es gelten hier die 2G-Regeln sowie 2G+ für die Gastronomie!

Anmeldung: stadtdrama@theaterdo.de

Adresse: Chancen-Café 103, Oesterholzstraße 103, 44145 Dortmund

23. April 2022

Prof. Nikita Dhawan

23.04.2022 15Uhr im Taranta Babu

Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldung wenn möglich vorher per E-Mail an: stadtdrama@theaterdo.de.

21. Mai 2022

Prof. Dr. Nivedita Prasad

21.05.2022 15Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund

Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldung wenn möglich vorher per E-Mail an: stadtdrama@theaterdo.de.

Vitas

Nivedita Prasad ist seit bald 10 Jahre Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin, wo Sie sich weiterhin mit Themen wie Menschenrechte, Diskriminierungen und Intersektionalität beschäftigt. Mit Intersektionalität beschäftigte sie sich lange bevor es diesen Terminus gab, als Aktivistin in der women of color Frauenbewegung in Deutschland, wo sie seit Ende der 80er Jahre immer wieder aktiv ist – zuletzt in der Initiierung von FEMOCO: einer Konferenz zu Feminismen of Color in Berlin.

Foto: Divya Prasad

Nikita Dhawan ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte liegen in den Bereichen des Transnationalen Feminismus, der Globalen Gerechtigkeit, der Menschenrechte sowie der Demokratie und Dekolonisierung. Sie erhielt 2017 den Käthe Leichter-Preis für ihre Forschungen im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung sowie für die Förderung der Frauenbewegung und die Verdienste um die Geschlechtergleichstellung. Eine Auswahl ihrer Veröffentlichungen umfasst die Werke: Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung (UTB 2020);  „Die Aufklärung vor den Europäer*innen retten: Kritische Theorien der Dekolonisierung“ (im Erscheinen).

Geboren 1981 in Stuttgart. Aufgewachsen in Stuttgart und Addis Abeba. Nach dem Abitur besuchte sie die Stage School Hamburg, wo sie erfolgreich 2005 im Bereich Gesang, Schauspiel und Tanz ihre Bühnenreife absolvierte. Von 2005 bis 2009 spielte Miriam Ibrahim in diversen Produktionen, u. a. Mutter Afrika am Schauspielhaus Hamburg, Hexenjagd am Theater Bonn und Hair am Theater an der Rott. Zusätzlich unterrichtete sie Schauspiel bei der Backstage Gruppe Hamburg und für den BINI e.V. 2009 zog Miriam Ibrahim nach NYC und besuchte das Stella Adler Studio, wo sie im Fach Schauspiel 2011 abschloss. Im selben Jahr gründete sie den Verein The Shades of Gray, mit dem sie eigene Originalstücke und -performances umsetzte. 2013 bis 2016 besuchte Miriam Ibrahim die Freie Universität Berlin und schloss ihren Bachelor im Fach Theaterwissenschaft und Sozial-/Kulturanthropologie ab. Sie hospitierte am Maxim Gorki Theater Berlin und an der Staatsoper Stuttgart, assistierte für John Gould Rubin und Armin Petras, und war anschließend von 2017 bis 2019 feste Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen. Dort realisierte sie unterschiedliche Formate, Workshops und Einrichtungen wie den Workshop Safe Place and Theater, die Oper Lady Magnesia, eine Streetperformance Speakers Corner Repeat, das Gesprächs-Format Tischszenen Reloaded
Miriam Ibrahim arbeitet weiterhin als Dramaturgin und Regisseurin. 

Cate Lartey

Cate Lartey ist Künstlerin und Kuratorin aus Düsseldorf. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit, kritischer Theorie, visueller und materieller Kultur, welche sie mittels Fotografie und Film untersucht. 

Foto: ©

Dr. Belinda Kazeem-Kamiński

Belinda Kazeem-Kamiński is a writer, artist, and scholar. Rooted in Black feminist theory, she has developed a research-based and process-oriented investigative practice that often deals with archives, specifically with the voids in public archives and collections. Interlacing the documentary with the fictional, her works manifest themselves through a variety of media and dissect the present of an everlasting colonial past: a past without closure.

Belinda Kazeem-Kamiński ist Autorin, Künstlerin und Wissenschaftlerin. Verwurzelt in Schwarzer feministischer Theorie, arbeitet sie mit einer recherchebasierten und prozessorientierten investigativen Praxis, welche sich mit Archiven – im Speziellen den Lücken in öffentlichen Sammlungen und Archiven – auseinandersetzt. Mit der Verbindung von Dokumentarischem und Fiktionalem legt sie dabei die Gegenwärtigkeit einer andauernden kolonialen Vergangenheit frei.

Foto: © Abiona Esther Ojo

Emilene Wopana Mudimu

Emilene Wopana Mudimu, geboren am 26.02.1992 in Kinshasa, ist Sozialpädagogin, rassismuskritische Bildungsreferentin, Moderatorin und Spoken Word Künstlerin aus Aachen. Seit 2012 setzt sie sich aktivistisch in verschiedenen Initiativen und Projekten für BIPoC* Communities in NRW und auch bundesweit ein. Darüber hinaus bietet Emilene Wopana Mudimu Workshops/Vorträge mit den Schwerpunkten Afro Hair Politics, Dekonstruktion westlicher Schönheitsideale und Politisierung Schwarzer Körper, Colorism, Empowerment-Arbeit mit BI*PoC, Antira-Sensibilisierungstrainings und Kreatives Schreiben/Raptext-Produktion an. Neben dem vielfältigen Engagement auf ihrem eigenen Account „black_is_excellence“ leistet sie auf Instagram auch als Moderation für das Format „erklär mir mal“ politische und intersektionale Bildungsarbeit.

Emilene Wopana Mudimu leitet seit 2014 gemeinsam mit ihrem Ehemann Sebastian Walter das soziokulturelle Jugendzentrum „KingzCorner“ in Aachen. Dort initiiert sie vor allem kunst- und medienpädagogische Jugendprojekte und außerschulische Angebote mit dem Schwerpunkt auf Hip-Hop.

Foto: Frederik Mordhorst

Senthuran Varatharajah

Senthuran Varatharajah, geboren 1984 in Jaffna, Sri Lanka, studierte Philosophie und evangelische Theologie in Marburg, Berlin und London. 2016 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Debütroman »Vor der Zunahme der Zeichen« im S. Fischer Verlag. Er erhielt dafür u.a. den Rauriser Literaturpreis 2017, den Bremer Literaturförderpreis 2017 und den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2017. Varatharajahs zweiter Roman »Rot (Hunger)« erscheint im Februar 2022 bei S. Fischer. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.

Foto: Holm-Uwe Burgemann

Athithya Balamuraley

Aathithya Balamuraley ist 25 Jahre alt und freie Journalist*in und Student*in. Aathithyas benutzt keine Pronomen.  Aathithya ist Teil des selbstorganisierten queeren  postmigrantischen Kollektivs  „erklär mir mal….“ und beteiligt sich an der Sichtbarmachung südasiatischer queerer Perspektiven im deutschsprachigen Raum durch den „Maangai“-Podcast.

Foto: Athithya Balamuraley

Eva Busch

Eva Busch ist freie Kuratorin und Kulturarbeiterin aus Bochum. Sie interessiert sich in ihren Projekten für machtkritische Erinnerungsarbeit, Differenz und Möglichkeiten des Gemeinsamen. Neben temporären Zusammenarbeiten mit Institutionen wie der Akademie der Künste der Welt/Köln, oder der Kunstsammlung NRW, ist sie mit ihrer Praxis vor allem im atelier automatique (Bochum) verortet. Hier realisierte sie in den vergangenen Jahren in verschiedenen Konstallationen zahlreiche Projekte, darunter Begegnungsräume, Archivausstellungen, Vortragsreihen, Schaufensterausstellungen, und Nachbarschaftsgespräche. Darüber hinaus ist sie als Teil des Vorstands in die alltägliche Organisation eingebunden.

Foto: Eva Czaya

Naomi Hennor

Naomi Hennor lebt in Dortmund und studiert Raumplanung an der TU Dortmund. Sie beschäftigt sich mit Be_hinderungen, Ausgrenzungsprozesse in der Stadt und hat bei dem Postkolonialen Audiowalk für Dortmund mitgewirkt.

Foto:

Dr. Noah Ha

Dr. Noa Ha ist postkoloniale Stadtforscherin. Sie lehrte und forschte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin und Dresden. Derzeit ist sie Gastdozentin im MA Spatial Strategies an der Weissensee Kunsthochschule Berlin und leitet in Vertretung den Nationalen Rassismus- und Diskriminierungsmonitor (NaDiRa) am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind postkoloniale Stadtforschung, migrantisch-diasporische Erinnerungspolitik, kritische Integrationsforschung und Rassismuskritik. Ihre Publikationen sind in verschiedenen Sammelbänden, Journals und Katalogen erschienen, demnächst erscheint der Sammelband „European Cities: Modernity, Race and Colonialism“ bei Manchester University Press, den sie mit Dr. Giovanni Picker, University of Glasgow herausgegeben hat, sowie ihr Artikel „Städtische Episteme dekolonisieren: Europa und die Europäische Stadt nach 1989 als koloniale Ordnung“ im Band „Geographien der Kolonialität“, herausgegeben von Sybille Bauriedl und Inken Carstensen-Egwuom.

Foto: Dr. Noah Ha

Dr. Nesrin Tanç

Dr. Nesrin Tanç arbeitet als Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Beraterin, Autorin. Beginnend 2006 mit der Koordination des Modellprojekts „Baglama für alle“« und der Club-reihe »electrOrient« (in Kooperation mit der Beatplantation) führt sie seitdem Projekte zur kulturellen Bildung, Wissenschaftsvermittlung und Forschung zu den Themen der Kultur, Literatur, Kunst und Musik durch. Zum Thema des regionalen kulturellen und literarischen Erbes der Migrant:innen aus der Türkei im Ruhrgebiet hat sie 2021 mit der Disserationsschrift „Die Ordnung der Vielfalt. Ruhrgebietsliteratur anhand der Werke von Fakir Baykurt, Kemal Yalçın, Rauf Ceylan und Emine Sevgi Özdamar“ promoviert. Zuletzt hat sie für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa e.V.) eine Studie zur Erinnerungskultur an die sog. Gastarbeiter:innen aus der Türkei erstellt. Ihre Arbeiten präsentiert sie unter anderem dem Begriff Anatolpolitan und Agentur Ausländerrauş, wie zuletzt in Form von Literaturkarten oder Hörstücken. 2020 war sie Guest Fellow des PACT Zollverein. Sie ist Mitbegründerin der Kunst und Kulturstudien Duisburg e.V..

Foto: Fatih Kurçeren

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW Kultursekretariat Wuppertal.

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