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Programm der Frauen*ThemenTage



Das Programm findet digital statt. Mit dem Gender-Sternchen (*) in unserem Titel wollen wir darauf hinweisen, dass es eine Vielzahl an Geschlechtsidentitäten jenseits von männlich und weiblich gibt. Diese Geschlechtsidentitäten sind in einer männlich dominierten Gesellschaft – so wie weibliche Identitäten – marginalisierte Positionen.

Auch Männer sind bei unseren Veranstaltungen zu den Frauen*ThemenTagen gern gesehene Gäste. Dabei wünschen wir uns einen achtsamen Umgang mit den eigenen Privilegien.


Die Links zu den Videos und Gesprächs-Plattformen werden spätestens 5 Minuten vor Veranstaltungsbeginn unter der dem jeweiligen Programmpunkt auf dieser Seite veröffentlicht.

Alle Videos sind bis einschließlich 08.03. verfügbar!


Samstag, der 6.3.

Du und Ich = Wir?
Eine Diskurs-Veranstaltung

Jeweils ein*e Mitarbeiter*in aus dem Schauspiel Dortmund und ein Gast unterhalten sich über Herausforderungen, denen sie sich in ihrer Arbeit (in einem patriarchalen, weißen und von Zweigeschlechtlichkeit geprägtem Umfeld) stellen müssen und Strategien, die herrschenden Strukturen ins Wanken zu bringen.

Queere (Sorge-)Arbeit
Von 17:00-18:00 Uhr
Mit: Francis Seeck & Valentina Schüler



Rassifizierte Mütter in weißen Institutionen
Von 18:30-19:30 Uhr
Mit: Megha Kono-Patel & Karima Benbrahim

Mutterschaft ist in öffentlichen Diskurse oft weiß repräsentiert. Was passiert aber wenn sich zwei rassifizierte Mütter rassifizierte Kinder auf einen Tee treffen? Klar, sie sprechen über ihre Kinder, Rassismus, Muttersein. Oder doch nicht?
Seid gespannt. Kommt hin und hört zu.


Was ist bitteschön eine „Karriere-Frau“?
Von 20:00-21:00 Uhr
Mit: Julia Wissert & Lanna Idriss




Virtual Club Culture
Ab 22 Uhr
Presented by YAYA Netzwerk

Gin Bali
Giving hope that bombs will be thrown to those who deserve playing everything that empowers us to speak up for ourselves. Helping us to get through the fights. Taking up space. Reclaiming. Kurdish Ninja.
(HipHop / Grime / Moombahton / Baile / Kurdish Deconstructed Club / Self Produced Shit)

&

Gretchen
Serving Experimental HipHop, Industrial Bass, Deconstructed Club and Some Things.
Beyond/Between.


Sonntag, der 7.3.

Auf die Straße?!?
Ein Audioguide

Frauen*kampftag. Die aktuelle Zeit nutzen für eine Reflexion. Was war, was ist und was machen wir eigentlich?

How to protest? Ein Audioguide zum Frauen*Kampftag als Aufruf zum Protest im Privaten und im Öffentlichen. Eine Collage als Einblick in bereits gekämpfte Proteste. Wo wird ungesehene Sorgearbeit geleistet? In welchen Rollenverteilungen finden wir uns wieder? Welche Aufgaben nehmen wir als selbstverständlich an? Fragen, denen es lohnt auf den Grund zu gehen und aus denen jede*r Konsequenzen ziehen kann.

Von: Anna Tenti (Text & Idee), Andreas Niegl (Soundgestaltung) und Meike Kurella (Video & Ausstattung)  
Mit: Antje Prust (Stimme)

Schaut euch das Video als IGTV jetzt auf unserem Instagram Account Schauspiel Dortmund an!


Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
Eine Live-Stream-Lesung
Um 17 Uhr

Der Lauf der Geschichte wird überwiegend von Männern erzählt. Frauen* sind in der Geschichte zu wenig gehört, ihre erhobenen Stimmen hätten einiges anders gesehen und beeinflussen können. Meist standen sie an der Seite großer Männer und sind mit ihnen oder durch sie untergegangen. Mit einer Lesung von drei Texten auf der Bühne des Schauspiels Dortmund aus der Textsammlung von Christine Brückner: „Wenn Du geredet hättest Desdemona“ werden weibliche Stimmen lebendig, sprechen laut aus, was damals nicht gehört wurde. Zum Beispiel Desdemona, in der letzten Viertelstunde im Schlafgemach des Feldherrn Othello, Gudrun Ensslin in ihrer Gefängniszelle im Todestrakt in Stammheim und Sappho in ihrer Rede an die Abschied nehmenden Mädchen auf Lesbos.

Idee und Umsetzung: Sarah Jasinszczak
Mit: Linda Elsner, Lola Fuchs, Marlena Keil



FILMABEND
Ab 19 Uhr

How To Be A Sister
ein Kurzfilm (ca. 4 Min)
Für Chimamanda, für Angela, für Audre … für dich, für mich, für uns. 

Regie: Azeret Koua
Mit: Sarah Yawa Quarshie
Künstlerische Beratung: Bernice Lysania Ekoula Akouala, Hannah Saar
Bühne/Kostüm: Elizaweta Veprinskaja
Kamera: Tobias Hoeft 
Schnitt: Kolja Haaf 




Monsterhood Part II. Sennentuntschi, a cultural appropriation
ein Performance-Film (ca. 25 Min)

MONSTERHOOD Part II ist Teil einer Serie von Performances, in denen Tanz und Objekt, unbelebter und lebendiger Körper zueinander in Beziehung treten und zu Hybriden verwachsen. In denen vertraut geglaubte Grenzen des Ichs sich auflösen. Im Zentrum steht die Frage nach der Identität, nach einem Ich, das stets in Transformation ist, sich neu entwirft, Verbindungen löst und webt, in neue Häute schlüpft. Eine Frage, die immer auch die Frage nach dem „Anderen“ einschliesst. Ausgangspunkt für Monsterhood Part II ist die alte schweizer Sage vom Sennentuntschi, von der es um die 70 Fassungen gibt. Die Sage erzählt von Sexualität, Gewalt, der Frau als Objekt.

Von (künstler. Leitung, Puppen und Objekte, Text, Sound, Performance): Latefa Wiersch
Mit: Emma Murray, Latefa Wiersch
Video: Elvira Isenring, Roni Ulman



Im Anschluss: Nachgespräch
Ab 19:30 Uhr
Mit: Azeret Koua, Latefa Wiersch
Moderation: Megha Kono-Patel



Das Programm wurde kuratiert von: Bernice Lysania Ekoula Akouala, Sarah Jasinszczak, Megha-Kono Patel, Azeret Koua, Friederike Krah, Hannah Saar, Anna Tenti.

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ThemenTage

Am 6. & 7. März in Vorbereitung auf den Internationalen Frauen*tag

Am 8. März 1908 legen tausende Textilarbeiterinnen in New York ihre Arbeit nieder und demonstrieren auf den Straßen gegen die schlimmen Zustände in der Fabrik.

Am 8. März 1909 ruft die Sozialistischen Partei Amerikas einen nationalen Frauentag aus, um den Kampf der Schneiderinnen zu ehren.

Am 27. August 1910 schlägt Clara Zetkin auf der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einrichtung eines Internationalen Frauentags vor. Der Internationale Frauen*tag ist geboren. Und noch heute kämpfen Frauen* am 8. März für Gleichberechtigung. Das Motto der UN für den Internationalen Frauen*tag 2021 lautet: Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt. Gerade Pflegeberufe und unbezahlte Pflegearbeit und emotionale Arbeit werden vermehrt von Frauen* geleistet. Diese Arbeit kann nicht so leicht bestreikt werden – vor allem nicht während einer Pandemie. Statt Bezahlung gibt es Applaus. Und Gewalt gegen Frauen* nimmt zu. Ist es also mit weiblichen Führungspositionen getan? Wie wollen wir, dass die Geschichte weitergeht?

Einen Einblick in die verschiedenen Themen, die die Frauen* am Schauspiel Dortmund interessieren, gibt es als Einstimmung am Wochenende vor dem Internationalen Frauen*tag in unserem Digitalen Spielplan. Am 8. März selbst lassen wir die Lohn-Arbeit ruhen und verweisen auf das vielseitige Programm des Gleichstellungsbüro Dortmund.

Noch eine Frage: Was bedeutet eigentlich das Gender-Sternchen (*)?

Das Gender-Sternchen umfasst nicht nur weiblich oder männlich, sondern bezieht eine Vielzahl an Geschlechtsidentitäten mit ein (also nicht-binäre Menschen). Seit dem 1. Januar 2019 wird in Deutschland mit der dritten Geschlechtsoption („divers“) offiziell anerkannt, dass es Menschen gibt, die sich nicht in die Geschlechtsidentität „weiblich“ oder „männlich“ einordnen. 2020 hat die Stadt Dortmund offiziell beschlossen, der geschlechtlichen Vielfalt auch sprachlich Ausdruck zu verschaffen, auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen zurückzugreifen oder alternativ das Gender-Sternchen (*) zu verwenden.