Mapping Dortmund


Die Karte einer Stadt


STADT

Eine Stadt, das ist nicht die Karte, die googlemaps uns präsentiert.
Eine Stadt, das ist keine Summe und keine Zahl. Stadt lässt sich nicht bemessen: nicht durch ihre Einwohnerzahl oder Quadratmeterzahl. Nicht durch ihre Länge und Breite, nicht durch ihre Statistiken und Prognosen.
Eine Stadt, das sind nicht die gebauten Häuser, sondern der Raum zwischen den Häusern.
Eine Stadt, das ist der Raum zwischen den Häusern, in dem wir uns bewegen und das ist der Raum, der erst entsteht, wenn wir uns in ihm bewegen.
„Raum in der Stadt ist elastisch, geformt von den Interventionen seiner Benutzer*innen“
(raumlaborberlin, acting in public)

KARTE

Karten und Städte verhalten sich zueinander wie gesprochene Sprache und Grammatik. Städte sind wie Sprachen, die gesprochen werden: sie folgen ihren eigenen Regeln, wachsen organisch, wuchern, sind vielschichtig und immer wieder anders, in Bewegung. Karten sind wie Hochdeutsch und Rechtschreibung: formulieren die Idee einer Sprache und einer Stadt. Sie markieren den Status und legen fest, was richtig und falsch ist.
Eine Karte ist ein Blick auf die Stadt. Ein Ausschnitt, eine Perspektive, nicht die Realität.
Jede Karte ist eine Geschichte. Sie erzählt von der Person, die die Karte gezeichnet hat und die die Stadt gesehen hat, von ihrem Status, von ihren Wegen, ihren Zielen und ihren Blickrichtungen.

„Maps are by no means just representation of reality. Maps articulate statements that are shaped by social relations, discourses and practices.”
(Philippe Rekaczewicz 2006)

“Karten sind nie neutral, sondern bilden Machtstrukturen ab”
(Andreas Brück, wwwbosch-stiftung.de)

MAPPING

Mapping Dortmund ist der Versuch und die Einladung, Dortmund zu erzählen. Gegen die eine Karte setzen wir viele Perspektiven. Oder anders: nicht Dortmund zu erzählen, sondern die vielen Dortmunds/Dortmünder, die es gibt und die es geben kann. Für Mapping Dortmund machen sich Personen auf den Weg und zeigen uns ihre Orte und ihre Bewegungen. Dadurch entstehen Verbindungen und Perspektiven, die wir sichtbar machen. Jede Person zeichnet ihren Weg durch Dortmund – viele Wege, Schichten und Geschichten.
Wir möchten die Räume erzählen, in denen sich Personen bewegen und dabei hoffen wir auf elastische Räume: Räume, die sich dehnen und erweitern. Räume, die durch eine Person in Bewegung plötzlich auftauchen. Vielfach gefaltete Räume, die sich entfalten und die zu immer neuen Räumen führen.

Mapping Dortmund lädt ein, die vielen Städte in Dortmund neu zu entdecken.

Kommt mit!

Blog Schauspiel Dortmund




Hier geht es zu den Projektbeschreibungen:

Fassaden
Fassaden

Von Raphael Westermeier

2170
Dortmunder (T)Räume

Von Alexander Darkow

Bücherorte
Bücherorte

Von Ruth Ziegler

Fassaden
2170

Von Sabine Reich

2170
Basketballkörbe

Von Linus Ebner



Konzept: Alina Aleshchenko und Amelie Lopper
Digitale Umsetzung: Lisa Bunse
Beiträge von: Alexander Darkow, Linus Ebner, Sabine Reich, Raphael
Westermeier
, Ruth Ziegler
Video: Tobias Hoeft
Ton: Gertfried Lammersdorf und Andreas Sülberg