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Extras 20/21

Frauen*
ThemenTage

Am 6. & 7. März in Vorbereitung auf den Internationalen Frauen*tag

Am 8. März 1908 legen tausende Textilarbeiterinnen in New York ihre Arbeit nieder und demonstrieren auf den Straßen gegen die schlimmen Zustände in der Fabrik.

Am 8. März 1909 ruft die Sozialistischen Partei Amerikas einen nationalen Frauentag aus, um den Kampf der Schneiderinnen zu ehren.

Am 27. August 1910 schlägt Clara Zetkin auf der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einrichtung eines Internationalen Frauentags vor. Der Internationale Frauen*tag ist geboren. Und noch heute kämpfen Frauen* am 8. März für Gleichberechtigung. Das Motto der UN für den Internationalen Frauen*tag 2021 lautet: Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt. Gerade Pflegeberufe und unbezahlte Pflegearbeit und emotionale Arbeit werden vermehrt von Frauen* geleistet. Diese Arbeit kann nicht so leicht bestreikt werden – vor allem nicht während einer Pandemie. Statt Bezahlung gibt es Applaus. Und Gewalt gegen Frauen* nimmt zu. Ist es also mit weiblichen Führungspositionen getan? Wie wollen wir, dass die Geschichte weitergeht?

Einen Einblick in die verschiedenen Themen, die die Frauen* am Schauspiel Dortmund interessieren, gibt es als Einstimmung am Wochenende vor dem Internationalen Frauen*tag in unserem Digitalen Spielplan. Am 8. März selbst lassen wir die Lohn-Arbeit ruhen und verweisen auf das vielseitige Programm des Gleichstellungsbüro Dortmund.

Noch eine Frage: Was bedeutet eigentlich das Gender-Sternchen (*)?

Das Gender-Sternchen umfasst nicht nur weiblich oder männlich, sondern bezieht eine Vielzahl an Geschlechtsidentitäten mit ein (also nicht-binäre Menschen). Seit dem 1. Januar 2019 wird in Deutschland mit der dritten Geschlechtsoption („divers“) offiziell anerkannt, dass es Menschen gibt, die sich nicht in die Geschlechtsidentität „weiblich“ oder „männlich“ einordnen. 2020 hat die Stadt Dortmund offiziell beschlossen, der geschlechtlichen Vielfalt auch sprachlich Ausdruck zu verschaffen, auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen zurückzugreifen oder alternativ das Gender-Sternchen (*) zu verwenden.