Bakchen

Bakchen – die verlorene Generation

nach Euripides in einer Fassung von Sabine Reich

Was passiert, wenn ein über 2000 Jahre alter, weltbekannter Text über den Gott des Rausches auf aktuelle, sehr persönliche Worte junger Menschen aus dem Jahr 2022 trifft?

Nachdem Dionysus lange fort war, kehrt er nun in Menschengestalt in seine Heimatstadt zurück und kämpft um Anerkennung und Respekt. Er gilt als Fremder in der Stadt, doch eigentlich kommt er nach Hause, zurück zu seiner Familie. Dionysos ist das göttliche Kind, Spielender, Tanzender, eine Figur, die anders sieht und aus anderen Perspektiven auf die Welt schaut. Das macht ihn verführerisch und gefährlich. So sieht sich König Pentheus von ihm herausgefordert und lässt ihn verhaften, doch Dionysos befreit sich, und als er die Stadt triumphierend verlässt, folgen ihm die jungen Leute. Im Original der griechischen Tragödie sind es die Frauen der Stadt, die mit Dionysos in den Wäldern feiern, doch in der Dortmunder Fassung und in der Inszenierung von Julia Wissert machen sich die Jugendlichen auf den Weg. Sie befreien sich von den Zwängen und Erwartungen ihrer Eltern. Sie, die Teenager, die Kinder der Stadt, sagen „Dort, bei Dionysos ist die Sehnsucht“ – und die Sehnsucht treibt die Jugendlichen an. Empfindsam und sensibel erleben sie schmerzhaft die Brüche, Widersprüche und Leerstellen unserer Gesellschaft. Zwischen Leistungsdenken, Pandemie, Selbstoptimierung und GNTM gehen sie unter in ihren Kinderzimmern und die meisten Eltern verdrängen den stillen Aufstand der Kinder. Doch Dionysos führt sie hinaus, vor die Tore der Stadt, und bei ihm finden sie die Freiheit, sich selber zu finden. Nicht mehr zu gehorchen, nicht mehr zu funktionieren, nichts mehr leisten zu müssen. Sondern leben, schlafen, atmen. Das ist das Versprechen des Dionysos. Das ist die Sehnsucht.

Dramaturgin Sabine Reich kombiniert in ihrer Textfassung für „Bakchen – die verlorene Generation“ Euripides‘ antiken Stoff mit originalen Tagebuch-Texten von Jugendlichen, die auf der Plattform wattpad.com veröffentlicht wurden, und ermöglicht so eine aktuelle Lesart des antiken Stoffes. In dem Tagebuch wird explizit über Depression und Suizid gesprochen. Regisseurin Julia Wissert setzt die Textkombination mit Musik und Tanz szenisch um, schafft mit Körperlichkeit, Bewegung und Bildern eine rauschhafte Welt. So stehen neben Alexander Darkow, Antje Prust, Adi Hrustemović und Valentina Schüler aus dem Schauspielensemble auch Studierende des Studiengangs „Physical Theater“ der Folkwang Universität der Künste auf der Bühne, choreografiert von Keelan Whitmore.

Wattpad ist eine virtuelle Gemeinschaft, denn nicht nur die Autor:innen veröffentlichen ihre Texte, sondern in der Chat-Funktion kommentieren und ergänzen sehr viele Personen die Texte. So entstehen ein dichter Dialog und ein Austausch zwischen vielen Stimmen, die sich gegenseitig Mut machen und beistehen. Ein dionysischer Raum vielleicht, in dem das Ich überschritten wird und eine Gemeinschaft entsteht. Wir danken nikxxo dafür, dass wir die Texte für die Fassung verwenden dürfen.

Hier geht es zu wattpad: https://www.wattpad.com/user/ZZnikxxo

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Premiere: 17.09.2022 19:30Uhr im Schauspielhaus

Termine: 25.09.2022 18Uhr, 23.10.2022 18Uhr und 05.11.2022 19.30Uhr.
Weitere Termine folgen!



Dauer:


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Besetzung

Mit Valentina SchülerAlexander DarkowAntje PrustAdi Hrustemović

sowie Studierende der Folkwang Universität der Künste
Milena Cestao Kolbowski, Akasha Daley, Melanie Geldner, Goa Kollewijn, Meret König, Gaia Pellegrini, Juliette Roussennac, Valentin Schwerdfeger, Carla Wyrsch

Regie Julia Wissert
Bühne und Video 
Nicole Marianna Wytyczak
Kostüm 
Mascha Mihoa Bischoff
Musik 
Yotam Schlezinger
Choreografie 
Keelan Whitmore
Videotechnik 
Daniela Sülwold
Dramaturgie 
Sabine Reich
Licht 
Sibylle Stuck
Ton 
Christoph WaßenbergGertfried Lammersdorf
Regieassistenz 
Ruven Bircks
Bühnenbildassistenz 
Constanze Kriester
Kostümassistenz 
Ksenia Sobotovych
Inspizienz 
Christoph Öhl
Soufflage 
Violetta Ziegler

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Spielzeit 2022/23

WOYZECK

Woyzeck

nach Georg Büchner
in einer Fassung von Jessica Weisskirchen und Christopher-Fares Köhler

„Zeig dein Talent! Zeig deine viehische Vernünftigkeit!“

Franz Woyzeck ist Soldat und dient einem Hauptmann als Barbier. Getrieben von Not und Existenzängsten lässt er sich zum medizinischen Versuchsobjekt machen, durch einen Doktor, der ihn nur noch Erbsen essen lässt. Und dann sind da noch die Stimmen und Symptome der Schizophrenie, die ihn plagen. Und Marie, Woyzecks Geliebte und Mutter seines Kindes, die sich in den Tambourmajor verliebt.

In Büchners Dramenfragment sind alle Figuren Getriebene, unterdrückende und Unterdrückte, die den Preis der menschlichen Existenz zahlen. Opfer und Täter. Mit gerade einmal 23 Jahren begann Georg Büchner sein Stück Woyzeck zu verfassen als bildgewaltiges – und für seine Zeit – visionäres Stück. Das unvollendete Fragment ist einer der berühmtesten Texte der deutschen Literatur.

Die Regisseurin Jessica Weisskirchen inszeniert Woyzeck als Dramenthriller über das Tierische im Menschlichen, in denen die Figuren des Doktors, des Hauptmanns und Marie neben Woyzeck mit in den Vordergrund rücken. Woyzeck als eine Suche nach der menschlichen Urwut und dessen Abgründen.

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Premiere: 09.09.2022 20Uhr im Studio

Termine: 11.09.2022 18Uhr, 23.09.2022 20Uhr, 29.09.2022 20Uhr und 30.09.2022 20Uhr.
Weitere Termine folgen!


Dauer:


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Besetzung

Marie Linda Elsner
Hauptmann 
Ekkehard Freye
Doktor 
Nika Mišković
Woyzeck/Andres 
Raphael Westermeier

Regie Jessica Weisskirchen
Ausstattung Günter Hans Wolf Lemke
Choreografie Hannes-Michael Bronczkowski
Dramaturgie Christopher-Fares Köhler
Licht Stefan Gimbel
Ton Robin Lockhardt
Regieassistenz Alina Baranowski
Ausstattungsassistenz Slynrya Kongyoo
Inspizienz Monika Gies-Hasmann
Soufflage Ruth Ziegler

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Spielzeit 2022/23

mama liebt dich!

mama liebt dich!

Hallo Mama,

Wolltest du deine drei Töchter eigentlich irgendwann mal umbringen? (Also so wie Medea …)

Ich bereite gerade die nächste Spielzeit vor und werde ein Projekt über Mütter und Kinder machen. Als Startpunkt für das Stück werden wir uns Mütter und ihre Kinder durch die Geschichte hinweg ansehen. Mutter Beimer, Medea und Königin Elisabeth sind so ein paar der Mütter, mit denen wir uns beschäftigen wollen. Und wir werden Mütter und Kinder aus Dortmund einladen, uns über ihr Verhältnis und die großen Fragen, die sie beschäftigen, zu erzählen und daraus ein Stück schreiben. Am Ende werden die Dortmunder*innen dann auch auf der Bühne stehen. Da hab ich mich gefragt, was du wohl auf diese Fragen antworten würdest.

Während des Stücks Kinderkriegen 4.0, das ich in der Spielzeit 2021/22 inszeniert habe, hatten wir immer wieder Gespräche darüber, was die Opfer sind, die von Müttern erwartet werden. Ob es überhaupt Opfer gibt. Und was mit dem Verhältnis von Müttern und Kindern passiert, wenn die Kinder die Opfer sehen, die erbracht wurden, vielleicht sogar um ihnen Dinge zu ermöglichen, die ihre Mütter selbst nicht konnten. Durften. Sollten. Und wer darf oder kann überhaupt eine „Mutter“ sein? Mensch steht sich gegenüber, ist scheinbar gleich und doch ganz anders.

Glaubst du, es gibt eine besondere Verbindung zwischen Müttern und Kindern? Ob gut oder schlecht, sei erstmal dahingestellt. Wir sind noch ganz am Anfang, ich fände es jedoch interessant, was du denkst. Obwohl ich es mir eh schon denken kann …

Sei umarmt, J.

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Premiere: 13.05.2023 20Uhr im Studio

Termine: Der Vorverkauf startet bald.


Dauer:


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Besetzung

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Spielzeit 2022/23

Spielzeit 2022/23

Willkommen im post-wütigem Paradies

Premieren 2022/23








Woyzeck

09.09.2022 im Studio










Bakchen – die verlorene Generation

17.09.2022 im Schauspielhaus








GRM Brainfuck

08.10.2022 im Schauspielhaus








ÜBER LEBEN

25.11.2022 im Studio










Das Haus im Wald (Horror)

26.11.2022 im Schauspielhaus











Die Not steht ihr gut

20.01.2023 im Studio











Unter Grund

28.01.2023 im Schauspielhaus









Ewigkeit, Ende, und alles, was niemals begonnen hat

17.03.2023 im Studio











Onkel Wanja

01.04.2023 im Schauspielhaus










mama liebt dich!

13.05.2023 im Studio











FESTIVALS











Rahmenprogramm











Ape(lina)











Ensemble











Sprechchor

Wiederaufnahmen









Cherchez la FemMe

15.09.2022 im Studio









Ödipus auf dem Mars

18.09.2022 im Studio






Das Spiel ist aus

22.09.2022 im Studio










Depeche Mode

25.09.2022 im Schauspielhaus









Und ihr wolltet tanzen, also: Tanzt!

ab Oktober on stage






DIE TONIGHT, LIVE FOREVER oder DAS PRINZIP NOSFERATU

ab Oktober im Studio










Kinderkriegen 4.0

ab Oktober im Schauspielhaus










Faust

ab Oktober im Schauspielhaus







Spielzeit 2021/22

Tickets

Alle Infos zum Kartenvorkauf findet ihr auf theaterdo.de oder holt euch die Tickets direkt:

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GRM – Brainfuck

GRM – Brainfuck

Das sogenannte Musical
Bühnenfassung von Sibylle Berg nach ihrem gleichnamigen Roman

„Ein Buch wie ein Sprengsatz. Brutal und zärtlich zugleich.“ (Ursula März, Die Zeit)

GRM. Brainfuck ist eine zynische Persiflage auf den Neoliberalismus, ein Manifest für den Widerstand, und eine aufrüttelnde Geschichte über Zusammenhalt in einer gewaltvollen Welt. Sechs Schauspieler*innen und drei Musiker*innen stehen auf der Bühne und erzählen die Geschichte von Don, Hannah, Karen und Peter.

Die Geschichte beginnt in Rochdale. Einem trostlosen Kaff in England. Vier jugendliche Außenseiter*innen, die alles verloren haben, finden irgendwie zusammen und machen sich auf nach London. Dort schlagen sie ihre Wurzeln in einer verlassenen Lagerhalle auf und versuchen trotz der immer extremer werdenden Überwachungsdiktatur unerkannt zu (über)leben. Was kann dieses Leben, das nur für die Reichen gedacht ist, für sie bereithalten? In einer benachbarten Lagerhalle treffen sie auf eine Gruppe Hacker*innen und suchen nach Möglichkeiten, ihre Geschichten und die Zukunft selbst mitzuschreiben. Zwischen Racheplänen und dem Selbstfindungsprozess beim Erwachsenwerden sind Don, Hannah, Karen und Peter auf der Suche nach sich und nach Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, die Menschen wie sie systematisch unterdrückt.

Dennis Duszczak inszeniert Sibylle Bergs Bestseller GRM. Brainfuck basierend auf ihrer selbstverfassten Bühnenfassung mit dem Untertitel „Das sogenannte Musical“ exzentrisch, bunt und mit viel Spielfreude! Und natürlich mit Musik. Denn irgendetwas muss der Realität ja entgegengesetzt werden…

Sibylle Berg lebt in Zürich und ihr Werk umfasst 25 Theaterstücke und 14 Romane, übersetzt in über 30 Sprachen. Sibylle Berg erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2019) sowie den Thüringer Literaturpreis (2019). Sie schreibt schonungslos, zornig und zynisch. Für ihren Roman GRM. Brainfuck wurde sie mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Vor kurzem ist der zweite Teil der geplanten Trilogie erschienen, RCE.Remote Code Execution. Höchste Zeit mit der Geschichte zu beginnen!

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Premiere: 08.10.2022 19:30Uhr im Schauspielhaus

Termine: 19.11.2022 19:30Uhr und 21.01.2023 19:30Uhr
Der Vorverkauf für weitere Vorstellungen startet bald.


Dauer:


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Besetzung

Hannah Lola Fuchs
Peter Christopher Heisler
Karen Sarah Yawa Quarshie
Don Nina Karimy
E1 (Erwachsener 1) Linus Ebner
E2 (Erwachsener 2) Mervan Ürkmez

Musiker*innen Malte Viebahn, Christoph Helm, Emilia Golos

Regie Dennis Duszczak
Bühne Thilo Ullrich
Kostüme Frederike Marsha Coors
Musik Lutz Spira
Video Tobias Hoeft
Dramaturgie Hannah Saar
Licht Markus Fuchs
Ton Christoph WaßenbergGertfried Lammersdorf
Regieassistenz Ludwig Robert Juhrich
Bühnenbildassistenz Sandra Kania
Kostümassistenz Ksenia Sobotovych
Inspizienz Christoph Öhl
Soufflage Violetta Ziegler

Regiehospitanz Gianna Cusano

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Spielzeit 2022/23

Das Haus im Wald (Horror)

Das Haus im Wald (Horror) (AT)

von Bonn Park

Horror

Eine alltägliche Horrorstory mit Musik: Nichts ist dunkel, nichts ist unheimlich – und doch: Wir können uns des Gefühls nicht erwehren, dass ganz grundsätzlich etwas nicht stimmt. Dass alles jederzeit einbrechen und abstürzen könnte. Dass unter unseren Füßen das Eis dünn ist. Willkommen im Hier und Jetzt – und in Bonn Parks Das Haus im Wald (Horror).

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Autor entwickelt gemeinsam mit dem Ensemble des Schauspiel Dortmund sein neues Stück – und entdeckt das Genre Horrorfilm als punktgenaue Metapher für unsere Gegenwart. Zwischen Idylle, Untergangsangst und Popmusik, zwischen Unbehagen und Lametta navigiert Das Haus im Wald (Horror) so unterhaltsam wie unheimlich durch unseren gesellschaftlichen Gemütszustand – Absturzgefahr eingeschlossen.

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Premiere: 26.11.2022 19:30Uhr im Schauspielhaus

Termine: 15.01.2023 18Uhr
Der Vorverkauf für weitere Vorstellungen startet bald!


Dauer:


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Spielzeit 2022/23

Über Leben

ÜBER LEBEN

oder ἀτλαντὶς νῆσος.
oder näher, mein gott, zu dir.
oder alles war für immer bis es aufhörte
von Annalena Küspert und Konstantin Küspert

Das Überleben ist einer der Urinstinkte des Menschlichen überhaupt. Das Autorinnen-Duo Annalena und Konstantin Küspert entwirft in diesem Stück groteske, komische, absurde Momente, die vom Menschen handeln und fragt auch: Wie wird die Menschheit erinnert oder überdauert werden? In unterschiedlichsten Szenarien verhandeln sie utopische Bilder über die Vergangenheit und Zukunft der menschlichen Lebensformen. Vom Untergang der mystischen Insel Atlantis bis zum Verhalten bei einem Bärenangriff, vom Flugzeugabsturz bis zur Voyager Raumsonde, die Schallplatten mit Informationen menschlichen Lebens in den Weltraum verschickt, auf dass entfernte Lebensformen sie entdecken und sich ein Bild der Menschheit machen können.

Regisseur Ruven Bircks gibt sein Stadttheaterdebüt und geht humorvoll-absurd diesen Fragen nach, in einem Überlebens-Bootcamp mit Live -Kamera.

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Premiere: 25.11.2022 20Uhr im Studio

Termine:
Der Vorverkauf für November startet Ende September!


Dauer:


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Spielzeit 2022/23

Ewigkeit, Ende, und alles, was niemals begonnen hat

Ewigkeit, Ende, und alles, was niemals begonnen hat

(Eternity, The End, and Everything that Never Began)
Gewinnerinnen des Stückemarkts 2020/Berliner Theatertreffen

The other side

In an effort to move through the anger of living as Blk ppl in an anti-Blk society, Ta-Nia asks three questions to arrive at the other sideˇ…
Where do Blk ppl go when they die?
What happens when dreams are unconditional and possible through action?
How can we be free as Blk people in a world that does not love us?
For the “other side” is one that brings the future closer to the present through the mind and body. The “other side” is the intangible becoming tangible. As Mundane Afrofuturist Manifesto asserts, “This is it: Earth is all we have. What will we do with it?”

von Ta-Nia

Die andere Seite

In dem Bemühen, die Wut über das Leben als Schwarze Menschen in einer Anti-Schwarzen-Gesellschaft zu überwinden, stellt Ta-Nia drei Fragen, um auf die „andere Seite“ zu gelangen.
Wohin gehen Schwarze Menschen, wenn sie sterben?
Was würde passieren, wenn Träume bedingungslos und durch eigenes Handeln möglich wären?
Wie können wir als Schwarze Menschen in einer Welt, die uns nicht liebt, frei sein?
Denn die „andere Seite“ ist eine, die die Zukunft durch Körper und Geist näher an die Gegenwart bringt. Die „andere Seite“ ist das Unbegreifliche, das greifbar wird. Im Mundane Afrofuturist Manifesto heißt es: „Das ist alles: Die Erde ist alles, was wir haben. Was werden wir mit ihr anfangen?“

übersetzt von Christopher-Fares Köhler

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Premiere: 17.03.2023 20Uhr im Studio

Termine: Der Vorverkauf für März 2023 startet Ende Januar 2023!


Dauer:


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Spielzeit 2022/23

Unter Grund

Unter Grund

von Sanja Mitrović

Post-Wut

Geboren und aufgewachsen in einem Land, das es nicht mehr gibt, mit der Erfahrung von Bürgerkrieg, politischen Wirren, Zerfall, Protesten und schließlich Einwanderung, ist meine erste Assoziation zum Thema „Post-Wut“ Verlust. Heutzutage ist es fast unmöglich, über Verlust zu sprechen, ohne über Nostalgie zu sprechen. Nostalgie interessiert mich nicht. Verlust sehe ich als Chance, als pro-aktiven Impuls für Neues. Mich interessiert der Moment des Übergangs und der Transformation – Ökonomie, Arbeit, ideologische  Systeme. Die Veränderungen, die den Menschen passieren, sowie die innere Auseinandersetzung mit mir selbst: Inwieweit verändere ich mich persönlich und gehören die Werte, an denen ich festhalte, überhaupt zu der Welt um mich herum? „Post-Wut“ ist für mich eine Zone des Übergangs von einer Identität zur anderen, eine Zone des ständigen Kampfes und Überlebens.

übersetzt von Aida Demirović-Krebs

Nakon besa

Rođena i odrasla u zemlji koje više nema, s iskustvom građanskog rata, političkih previranja, raspada, protesta, i konačno imigracije, moja prva asocijacija na temu „post-anger“ je gubitak. Danas je gotovo nemoguće govoriti o gubitku a da se ne govori o nostalgiji. Nostalgija me ne zanima. Gubitak shvatam kao šansu, pro-aktivan impuls za nešto novo. Interesuje me trenutak tranzicije i transformacije – ekonomije, rada, ideoloških sistema. Promene koje se dešavaju ljudima, kao i unutarnja borba sa samom sobom: u kojoj meri se ja lično menjam i da li vrednosti kojih se pridržavam uopšte pripadaju svetu koji me okružuje? „Nakon besa“ je, za mene, zona prelaska iz jednog identitteta u drugi, zona stalne borbe i preživljavanja. 

von Sanja Mitrović

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Premiere: 28.01.2023 19:30Uhr im Schauspielhaus

Termine: 01.02.2023 19:30Uhr und 12.02.2022 18Uhr
Der Vorverkauf für weitere Vorstellungen startet bald!


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Spielzeit 2022/23

Die Not steht ihr gut

Die Not steht ihr gut

Sharon und Dana sind Gründerinnen einer angesagten Coaching-Agentur für erfolglose Frauen. Ihre Seminare versprechen, diese verirrten Seelen zurück in den Arbeitsmarkt und somit in die Gesellschaft einzugliedern. Mithilfe ihres unterbezahlten Praktikanten Dominic, der heimlich von einer sozialistischen Welt träumt und dem charmanten Investor Charlie, der seine ganz eigenen Ziele verfolgt, meistern es die beiden, aus aktuellen emanzipativen Strömungen Kapital zu schlagen und nehmen dafür aufopferungsvoll die Aushöhlung ihrer eigenen Ideale in Kauf. Wie Brecht schon sagte: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ oder um Sharon und Dana zu zitieren: „Lieber herrschen, als beherrscht zu werden“. Aber die Zeiten sind hart und wer soeben noch das Zepter in der Hand hatte, kann im nächsten Augenblick schon in der Gosse liegen. Und als eine ehemalige Seminar-Teilnehmerin einen pikanten Tweet über ihr Unternehmen veröffentlicht, nimmt das verhängnisvolle Schicksal der beiden Businessfrauen seinen Lauf und gemeinsam mit ihrem Gehilfen treten sie den gefährlichen Weg ins Dickicht an, diesen geheimnisvollen Ort, der direkt hinter den Mauern ihres Büros lauert und alle Ängste ihrer Welt zu bündeln scheint. Eine Geschichte über dornige Chancen, Girl Bosses und Brüderhorden, Schuld und Sühne und das richtige Leben im Falschen.

Ensemblemitglied Lola Fuchs schreibt ihr erstes abendfüllendes Theaterstück für das Schauspiel Dortmund, das sie gemeinsam mit Schauspiel-Kolleg*innen im Studio des Schauspiel Dortmund inszeniert.

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Premiere: 20.01.2023 20Uhr im Studio

Termine: Der Vorverkauf für Januar 2023 startet Ende November 2022!


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Besetzung

Regie Lola Fuchs

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Spielzeit 2022/23

Onkel Wanja

Onkel Wanja

von Anton Tschechow

„Hier haben Sie mein Leben
und meine Liebe: Wo soll ich hin damit, was soll ich damit
anstellen?“

Seit Jahren verwaltet Iwán Petrówitsch Wojnízkij, genannt Onkel Wanja, aufopferungsvoll das Gut seiner inzwischen verstorbenen Schwester. Er finanziert damit Karriere und Stadtleben seines Schwagers, des von ihm verehrten Kunstprofessors Serebrjaków. Unterstützt wird er von seiner Nichte Sonja, die seit Langem für den zynischen Arzt und Naturschützer Astrow schwärmt. Als der Professor in Begleitung seiner zweiten Frau Elena auf dem Gut eintrifft, kommt Bewegung in das eintönige Landleben: Wanja und Astrow verlieben sich in Elena und der Professor entpuppt sich als eitler und egoistischer Hypochonder – der schließlich verkündet, das durch Wanjas und Sonjas Einsatz inzwischen abbezahlte Gut verkaufen zu wollen. Plötzlich steht nicht nur Wanja vor den Scherben seines Lebensentwurfes – alle Beteiligten müssen sich ihren unerfüllten Sehnsüchten stellen…

Zurückgewiesene Liebe,  zerstörte Ideale und die Frage nach dem Sinn im Leben: Hochkomisch und tieftraurig, leichtfüßig und existenziell erzählt Tschechow die Dramen ganz normaler Antihelden und stellt die Frage, warum es uns nicht gelingt, uns und anderen ein besseres Leben zu schaffen. „Wie soll man leben?“

Inszenieren wird der Londoner Rikki Henry, der im deutschsprachigen Raum bereits mit seinen Shakespeare-Inszenierungen Furore machte. Mit Onkel Wanja stellt er sich erstmals dem Dortmunder Publikum vor.

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Premiere: 01.04.2023 19:30Uhr im Schauspielhaus

Termine: Der Vorverkauf startet bald.


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Besetzung

Regie Rikki Henry

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Spielzeit 2022/23