Dynamite Feiern


Dynamite Feiern
Dein Song, deine Geschichte


Freitag 18.12.2021, 21:30Uhr, Institut

Am Ende des Jahres gibt es viel zu feiern – und in diesem Jahr vielleicht besonders viel. Wir lassen etwas los und freuen uns auf etwas Neues, wir feiern Weihnachten, Chanukka oder einfach das Leben. Es gibt Familientreffen oder Parties, Freunde und Verwandte kommen zusammen und das bietet auf jeden Fall Stoff für viele Geschichten.

Von der besten, schönsten, traurigsten, schrecklichsten oder chaotischsten Feier ihres Lebens erzählen uns fünf Dortmunder*innen – und sie spielen uns den perfekten Soundtrack dazu vor. Ob Vinyl oder Spotify: Wir hören mit Ihnen genau das Lied, das sie an dieses Ereignis erinnert.

Lernen Sie fünf Dortmunder*innen kennen und hören Sie die wahrscheinlich überraschendste Playlist.
Wir freuen uns auf Songs und Geschichten von:

Heike Lorenz (Sprechchor, freiberufliche Organisationsentwicklerin) ,
Levent Arslan (Direktor Dietrich-Keuning Haus),
Linda Elsner (Ensemble Schauspiel Dortmund),
Sebastian Franssen (Dortmunder für ihr Schauspiel e.V. ; c/o ARCHITEKTUR.dlx),
Tirzah Haase (Schauspielerin).

Moderation: Sabine Reich

Bei Interesse oder Rückfragen bitte an diese Adresse schreiben:

storytelling-schauspiel@theaterdo.de

Tickets

Termin: 18.12.2021, 21:30Uhr

Katharinentreppe

Katharinentreppe

2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch die Stadt in fünf Texten und vielen Schritten • Mit Texten von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha • In einer Fassung von Christopher-Fares Köhler, Sabine Reich & Julia Wissert


Julia Wisserts Eröffnungspremiere der Spielzeit 2020/21 stellt Dortmund  – seine Geschichte und Zukunft – ins Zentrum. Wie werden wir uns in Zukunft an Dortmund erinnern? Welche Spuren der Geschichte liegen unter dem Pflaster und welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und vor allem: wie schreiben wir Geschichte? Wer spricht und wer hat nichts zu sagen? Was können wir hörbar machen und wie schreiben wir in Zukunft eine andere Geschichte? 

Mit diesen Fragen luden wir fünf Autor*innen nach Dortmund ein und sie fanden spannende Orte und Geschichten. Der Abend beginnt am Schauspiel, dann  bewegen wir uns in kleinen Gruppen in drei Stationen durch die Stadt um gemeinsam auf dem Platz der Alten Synagoge (Opernvorplatz) den Abend zu beenden.

Akın Emanuel Şipal gründet eine neue Republik: eine Republik der Dichter*innen und Denker*innen, die die Geschichten ihrer Herkunft einschreiben in ihre Zukunft. Der Text wird an der Katharinentreppe zwischen Stadtbibliothek und Fußballmuseum inszeniert.

Hier findet ihr die Texte zur Station:



Infos zum Autor:

Akın Emanuel Şipal, 1991 in Essen geboren, studierte Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Für sein erstes Theaterstück, Vor Wien, gewann er den bundesweiten Wettbewerb »In Zukunft« 2012, für Santa Monica erhielt er den Förderpreis Literatur der Kulturbehörde Hamburg. Şipal ist als Drehbuchautor an diversen Kurz- und Langfilmen beteiligt, die auf Festivals wie Festival des Films du Monde de Montréal (Prix du Jury für The Bicycle), Internationale Hofer Filmtage, Internationales Kurzfilmfestival Hamburg oder Dok Leipzig zu sehen sind. Şipals Essayfilm Baba Evi hatte 2016 auf der dokfilmwoche hamburg Premiere. In der Spielzeit 16/17 war Şipal Hausautor am Nationaltheater Mannheim. Seit der Spielzeit 17/18 ist er Gastdramaturg und Hausautor am Theater Bremen.

2170
Becoming Dortmund

Cinestar

Cinestar

2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch die Stadt in fünf Texten und vielen Schritten • Mit Texten von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha • In einer Fassung von Christopher-Fares Köhler, Sabine Reich & Julia Wissert


Julia Wisserts Eröffnungspremiere der Spielzeit 2020/21 stellt Dortmund  – seine Geschichte und Zukunft – ins Zentrum. Wie werden wir uns in Zukunft an Dortmund erinnern? Welche Spuren der Geschichte liegen unter dem Pflaster und welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und vor allem: wie schreiben wir Geschichte? Wer spricht und wer hat nichts zu sagen? Was können wir hörbar machen und wie schreiben wir in Zukunft eine andere Geschichte? 

Mit diesen Fragen luden wir fünf Autor*innen nach Dortmund ein und sie fanden spannende Orte und Geschichten. Der Abend beginnt am Schauspiel, dann  bewegen wir uns in kleinen Gruppen in drei Stationen durch die Stadt um gemeinsam auf dem Platz der Alten Synagoge (Opernvorplatz) den Abend zu beenden.

Ivana Sajko erzählt von der Ankunft und der Hoffnung auf eine Zukunft, die anders und besser sein soll als die Gegenwart. Recherchiert hat sie in der Nordstadt und erleben können wir diese Geschichte am Hinterausgang des Hauptbahnhofs.

Hier findet ihr die Texte zur Station:




Infos zur Autorin:

Ivana Sajko absolvierte an der Akademie für Schauspielkunst der Universität Zagreb ein dreijähriges Bachelor-Studium in Dramaturgie und ein Magister-Studium in Literatur an der Philosophischen Fakultät in Zagreb. Sie hat zahlreiche Bühnentexte, eine theoretische Abhandlung „Auf dem Weg zum Wahnsinn (und zur Revolution). Eine Lektüre“ sowie zwei Prosaromane veröffentlicht. Ivana Sajko ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für performative Künste Frakcije und Gründungsmitglied der Theatergruppe BAD co. Sie wurde bisher vielfach für ihre Bühnenarbeiten und Theatertexte ausgezeichnet, darunter allein vier Mal mit dem in Kroatien bedeutenden Marin Držić-Preis. Ivana Sajko ist Unterzeichnerin der 2017 veröffentlichten Deklaration zur gemeinsamen Sprache der Kroaten, Serben, Bosniaken und Montenegriner.

2170
Becoming Dortmund

Kaufhof

Kaufhof

2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch die Stadt in fünf Texten und vielen Schritten • Mit Texten von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha • In einer Fassung von Christopher-Fares Köhler, Sabine Reich & Julia Wissert


Julia Wisserts Eröffnungspremiere der Spielzeit 2020/21 stellt Dortmund  – seine Geschichte und Zukunft – ins Zentrum. Wie werden wir uns in Zukunft an Dortmund erinnern? Welche Spuren der Geschichte liegen unter dem Pflaster und welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und vor allem: wie schreiben wir Geschichte? Wer spricht und wer hat nichts zu sagen? Was können wir hörbar machen und wie schreiben wir in Zukunft eine andere Geschichte? 

Mit diesen Fragen luden wir fünf Autor*innen nach Dortmund ein und sie fanden spannende Orte und Geschichten. Der Abend beginnt am Schauspiel, dann  bewegen wir uns in kleinen Gruppen in drei Stationen durch die Stadt um gemeinsam auf dem Platz der Alten Synagoge (Opernvorplatz) den Abend zu beenden.

Mit Karosh Taha und ihrem Text erinnern wir uns an die Kielstraße 26, dem sogenannten Horror-Hochhaus und hören, an der Station am Kaufhaus im Westenhellweg 70-84, Geschichten aus der Zukunft und der Vergangenheit des Hauses.

Hier findet ihr die Texte zur Station:



Infos zur Autorin:

Karosh Taha wurde 1987 in Zaxo geboren. Seit 1997 lebt sie im Ruhrgebiet. Ihr Debütroman ›Beschreibung einer Krabbenwanderung‹ erschien 2018. Die Hörspielfassung ihres Romans wird 2020 bei WDR3 und COSMO ausgestrahlt. Karosh Taha erhielt die folgenden Stipendien und Preise:: • Förderpreis des Landes NRW • Nominiert für den Ulla-Hahn-Preis • Nominiert für den Kranichsteiner Literaturförderpreis • Stipendium des LCB • Heinrich-Heine-Stipendium • Werkstipendium der Kunststiftung NRW • Hohenemser Literaturpreis • Stipendium Deutscher Literaturfonds • Rolf-Dieter- Brinkmann-Stipendium 2019. 2020 erschien ihr zweiter Roman „Im Bauch der Königin“.

2170
Becoming Dortmund

Platz der Alten Synagoge

Platz der Alten Synagoge

2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch die Stadt in fünf Texten und vielen Schritten • Mit Texten von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha • In einer Fassung von Christopher-Fares Köhler, Sabine Reich & Julia Wissert


Julia Wisserts Eröffnungspremiere der Spielzeit 2020/21 stellt Dortmund  – seine Geschichte und Zukunft – ins Zentrum. Wie werden wir uns in Zukunft an Dortmund erinnern? Welche Spuren der Geschichte liegen unter dem Pflaster und welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und vor allem: wie schreiben wir Geschichte? Wer spricht und wer hat nichts zu sagen? Was können wir hörbar machen und wie schreiben wir in Zukunft eine andere Geschichte? 

Mit diesen Fragen luden wir fünf Autor*innen nach Dortmund ein und sie fanden spannende Orte und Geschichten. Der Abend beginnt am Schauspiel, dann  bewegen wir uns in kleinen Gruppen in drei Stationen durch die Stadt um gemeinsam auf dem Platz der Alten Synagoge (Opernvorplatz) den Abend zu beenden.

Am Platz der Alten Synagoge, dem heutigen Opernvorplatz, erinnert Sivan Ben Yishai in ihrem Text an die Zerstörung der Synagoge am Hiltropwall. Sie schlägt einen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft und bis zum Neustart des Theaters. 

Hier findet ihr den Text zur Station:




Infos zur Autorin:

Sivan Ben Yishai, Autorin und Theaterregisseurin, geboren 1978 in Tel Aviv, lebt seit 2012 in Berlin. Sie studierte Theaterregie sowie Schreiben für das Theater an der Tel-Aviv-Universität und in der Schule für Visuelles Theater Jerusalem. Ihr Stück YOUR VERY OWN DOUBLE CRISIS CLUB wurde bei den Autorentheatertagen 2017 uraufgeführt, als erster Teil ihrer Tetralogie LET THE BLOOD COME OUT TO SHOW THEM. Die Uraufführungen der drei weiteren Teile waren und sind am Maxim Gorki Theater Berlin zu sehen. In der Spielzeit 2019/20 ist sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Ebenfalls 2019/20 werden zwei Kurzdramen von ihr an der Royal Shakespeare Company in London und am Badischen Staatstheater in Karlsruhe zu sehen sein.

2170
Becoming Dortmund

Schauspielhaus

Schauspielhaus

2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch die Stadt in fünf Texten und vielen Schritten • Mit Texten von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha • In einer Fassung von Christopher-Fares Köhler, Sabine Reich & Julia Wissert

Julia Wisserts Eröffnungspremiere der Spielzeit 2020/21 stellt Dortmund  – seine Geschichte und Zukunft – ins Zentrum. Wie werden wir uns in Zukunft an Dortmund erinnern? Welche Spuren der Geschichte liegen unter dem Pflaster und welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und vor allem: wie schreiben wir Geschichte? Wer spricht und wer hat nichts zu sagen? Was können wir hörbar machen und wie schreiben wir in Zukunft eine andere Geschichte? 

Mit diesen Fragen luden wir fünf Autor*innen nach Dortmund ein und sie fanden spannende Orte und Geschichten. Der Abend beginnt am Schauspiel, dann  bewegen wir uns in kleinen Gruppen in drei Stationen durch die Stadt um gemeinsam auf dem Platz der Alten Synagoge (Opernvorplatz) den Abend zu beenden.


Luna Ali schafft mit ihrem Text eine Verbindung zwischen den Orten: mit ihr reisen wir durch die Stadt und die Zeit. Und kein anderer als der mythologische Vogel Phönix, der für die ewigen Wiederkehr und den Wandel steht, könnte besser durch Dortmund führen. Zusammen mit zwei magischen Stadtplaner*innen ist der Phönix unser Reiseleiter durch Zeit und Raum.


Hier finden Sie den Text zur Station:




Infos zur Autorin:

Luna Ali *1993 in Syrien. Studium Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Derzeit Master Anthropology. Nahm 2009 und 2012 am Theatertreffen der Jugend teil. Seit 2012 Kuratorin beim Fuchsbau Festival. 2012 Teilnehmerin am Treffen junger Autoren der Berliner Festspiele 2012. Jüngste Teilnehmerin des Dramalabors In.Zukunft II 2014 unter Leitung von Maxi Obexer. Zusammenarbeit mit andcompany & co. in Düsseldorf.

2170
Becoming Dortmund

Sozial-ökologisches Zentrum

Sozial-ökologisches Zentrum

„Wir wollen einen Ort der Begegnung und des Austauschs schaffen, der als Labor für widerständige, nachhaltige und utopische Praktiken dient.“
Das ist der Plan des sozioökologischen Zentrums Dortmund. Was sie sich sonst noch wünschen, erfährst du im folgenden Interview.

Interview:

Interview: Alexander Darkow
Schnitt: Andreas Sülberg

Mehr über das Sozial-ökologische Zentrum:

Dortmunder (T)Räume
Becoming Dortmund

Multiversen

Multiversen

Nehmen wir an: Durch jede Entscheidung, die wir treffen, entsteht ein neues Universum. Nehmen wir weiter an: Jeder Gedanken, den wir fassen,  ist ein eigenes Universum.  Wie viele Welten existieren dann? Und wie könnten sie aussehen? 

Mit der Storytelling-Performance Multiversen, im Rahmen des Dynamite-Formats, entsteht ein filmischer Versuch, in einem Take und ungeschnitten. Drei Schauspieler, drei Kameras, eine Leinwand und unzählige Paralleluniversen, Geschichten und Möglichkeiten,  die es zu entdecken gilt. Und das alles in weniger als 20 Minuten!

Dynamite ist eine Late-Night-Show-Reihe des Schauspiel Dortmund. Im April wird der digitale Raum des Schauspiels zum Experimentierfeld. Wie bei einer Explosion wird für kurze Zeit etwas in den Raum gesetzt, das danach sofort wieder verschwindet. Ohne Garantie auf Perfektion!



Mit Linus EbnerEkkehard FreyeMervan Ürkmez
Einrichtung und Konzept Ruven Bircks
Ausstattung Elizaweta Veprinskaja
Video Daniela Sülwold
Dramaturgische Beratung Christopher-Fares Köhler

Dynamite Digital
Extras

Softmo(u)th A.S.M.R.

1 #ALCHEMY 

Es ist was faul mit meinem Zustand! There’s something rotten in my state.

🥚🐛💥🦋

💎 Hi! Oh! 💎

Ich bin Softmo(u)th, Eure MC, Eure Motte of Ceremony, Ich kenne mich mit transformations aus. 

Everything all at once always. 

#goo #unfurl #pump #morph #mindblowing

🎧 Bitte Kopfhörer benutzen. 🎧
🎧 This tutorial works best when wearing headphones. 🎧

Am Anfang ist das Ei.
Dann Häutung. 
Dann Auflösen und wieder zusammensetzen. 
Dann Entfalten. 
Ovum, Larvae, Chrysalis, Imago
The whole universe tumbles down. It bursts into laughter, it bursts into tears. 

Von und mit: Antje Prust
Kamera: Tobias Hoeft, Daniela Sülwold
Schnitt: Antje Prust
Ton: Daniela Sülwold
Dramaturgie: Kirsten Möller, Hannah Saar
Regieassistenz: Anna Tenti
Ausstattungsassistenz: Christiane Thomas, Meike Kurella

Der Platz

Klasse!

Eine Gesprächsreihe am Schauspiel Dortmund

Begleitend zu der Produktion „Der Platz“

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux begibt sich in Der Platz in eine literarische Auseinandersetzung mit der Beziehung zu ihrem verstorbenen Vater und ihren Herkunftsverhältnissen. Bereits 1983 – lange bevor Didier Eribon mit seinem Bestseller Rückkehr nach Reims autobiografische Erzählung mit soziologischer Analyse verschränkt – untersucht Annie Ernaux in einer leisen und zärtlichen Selbstbetrachtung die Herausforderungen und Verluste, die mit einem sozialen Aufstieg aus der Arbeiterklasse verbunden sind. Was musste geopfert werden, damit sie, als erste in der Familie, studieren konnte? Was muss zurückgelassen werden, um den Erwartungen, die mit dieser Chance verbunden sind, gerecht zu werden? Und was muss neu erlernt werden, um sich in den Regeln des Bürgertums zurecht zu finden? Die Regisseurin Julia Wissert geht diesen Fragen zusammen mit dem Ensemble nach und wird sich in einer theatralen Recherche mit den Themen Herkunft und Klasse auseinandersetzen. 

Auf Grund der Corona-Pandemie musste die Uraufführung von Der Platz auf die nächste Spielzeit verschoben werden. Doch das Produktionsteam befindet sich derzeit in einem intensiven Rechercheprozess. Das Team spürt den Beziehungen zu den eigenen Vätern nach, befragt die eigene soziale Herkunft und wie sich diese auf die Biografien auswirkt und wirft einen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse im Bezug zu Klasse. Im Rahmen der Recherchephase finden im März vier Expert*innengespräche per Zoom statt. Die Expert*innengespräche werden von dem Produktionsteam moderiert.


Anmeldung erwünscht unter: alopper@theaterdo.de




Die Links zu den Gesprächs-Plattformen werden spätestens 5 Minuten vor Veranstaltungsbeginn unter der dem jeweiligen Programmpunkt auf dieser Seite veröffentlicht – auch ohne vorherige Anmeldung.



Klasse! #1

10.3. 19.30 Uhr: Was ist eigentlich Klassismus – und was hat das mit uns zu tun?

Input von und Gespräch mit Tanja Abou, moderiert von Marlena Keil (Schauspielerin) und Hannah Saar (Dramaturgin)

Klassismus bezeichnet die strukturelle Unterdrückung und Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunftsklasse. Doch wie lässt sich Klassismus erkennen? Wie wirkt sich Klassismus aus? Wer ist davon betroffen? Und was hat Klassismus mit Theater zu tun?

Tanja Abou ist Sozialarbeiterin, queere Poverty-Class-Akademikerin, Social-Justice-Trainerin, Care-Leaverin, Gründungsmitglied des Instituts für Klassismusforschung, systemische Therapeutin, DJ, gleichzeitig Lehrbeauftragte und Studentin und Kinderbuchautorin. Sie lebt und arbeitet in Berlin, wenn noch Zeit bleibt, schreibt und zeichnet sie darüber.




Klasse! #2

11.3. 19.30 Uhr: Klasse, Milieu, Habitus – und der Mythos Bildung

Input von und Gespräch mit Aladin El-Mafaalani, moderiert von Antje Prust (Schauspielerin) und Julia Wissert (Regisseurin)

Aladin El-Mafaalani ist Soziologe und Inhaber des Lehrstuhls für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Arbeitswissenschaft folgte die Promotion in Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum. Zunächst war er Lehrer am Berufskolleg Ahlen, dann Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Münster und später Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf. Er ist 1978 im Ruhrgebiet geboren und lebt in Dortmund. 

Die beiden zuletzt bei Kiepenheuer und Witsch erschienenen Bücher „Das Integrationsparadox“ (2018) und „Mythos Bildung“ (2020) waren Bestseller und wurden in den wichtigsten Bestenlisten aufgenommen. In „Mythos Bildung“ analysiert Aladin El-Mafaalani aus unterschiedlichen Perspektiven die Probleme und paradoxen Effekte des Bildungssystems, seine Dynamik und seine Trägheit. Eine umfassende Diagnose, ein Plädoyer dafür, soziale Ungleichheit im Bildungswesen endlich in den Fokus der Bildungspolitik und -praxis zu rücken.




Klasse! #3

17.3. 19.30 Uhr: Grenzen der Demokratie – Teilhabe als Verteilungsproblem

Input von und Gespräch mit Stephan Lessenich, moderiert von Lola Fuchs (Schauspielerin) und Raphael Westermeier (Schauspieler)

Die moderne Demokratie soll allen Bürger*innen gleichermaßen politische Teilhaberechte gewährleisten. Doch als nationale Demokratie in globalen kapitalistischen Ökonomie ist durch eine ebenso komplexe wie dynamische Konstellation der Öffnung und Schließung von Teilhaberäumen charakterisiert. Die analytische Rede von der modernen Gesellschaft als Klassengesellschaft wird dadurch keinewegs falsch – wohl aber fundamental ergänzungsbedürftig.

Stephan Lessenich lehrt Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Politische Soziologie der sozialen Ungleichheit sowie Kapitalismusanalyse und Kapitalismuskritik. Er war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS).



Klasse! #4

18.3. 19.30 Uhr: Streulicht

Input von und Gespräch mit Deniz Ohde, moderiert von Linda Elsner (Schauspielerin) und Mervan Ürkmez (Schauspieler)

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis der Hausrat aus allen Schränken quoll. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

Wahrhaftig und einfühlsam erkundet die Autorin Deniz Ohde in ihrem Debütroman Streulicht die feinen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Satz für Satz spürt sie den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit, der verinnerlichten Abwertung und dem Versuch, sich davon zu befreien.

Der Roman ist zu finden unter: https://www.suhrkamp.de/autoren/deniz_ohde_15478.html?d_view=veroeffentlichungen

Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig, wo sie heute auch lebt. Für ihren Debütroman Streulicht, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis stand, wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem aspekte-Literaturpreis 2020 ausgezeichnet.

Link zum Zoom Webinar: https://zoom.us/j/96229641579



TEAM:
Regie Julia Wissert
Bühne För Künkel
Kostüm Mascha Mihoa-Bischoff
Sound Houwaida Goulli
Dramaturgie Hannah Saar

Der neue
Schauspiel-Blog!

Is there anybody out there?

Was wird das Theater gewesen sein, fragen wir uns hinter geschlossenen Türen. Wir blinzeln verstört über unsere Masken, reiben uns die Augen und stellen fest: Keiner da. Leere Bühne. Das Theater, so wie wir es kennen, findet nicht mehr statt. Keine Körper bewegen sich im Raum, keine Ansammlungen und Versammlungen, kein störendes Husten in den Rängen.
Unsere Stimmen hallen durch die leeren Räume, wir rufen und keiner antwortet.
Oder vielleicht doch?
Is there anybody out there?
Irgendwo da draußen, weit entfernt, in großen Abständen und unendlichen Distanzen, irgendwo seid ihr. Auch wenn wir euch nicht sehen, nicht hören und nicht riechen können, ihr seid da. Das wissen wir ganz genau. Das hoffen wir und daran glauben wir. Wir hoffen, dass wir Euch finden. Dafür arbeiten wir und deshalb senden wir unsere Nachrichten an Euch.

Institut der Realitäten


Was wäre wenn? Was sind spekulative Realitäten? Und wie können wir mit der Kunst in jenen Realitäten überleben?
Die Assistierenden des Schauspiel Dortmund Meike Kurella, Anna Tenti, Azeret Koua, Christiane Thomas, Nicola Gördes, Elizaweta Veprinskaja, Ruven Bircks und René Neumann sind das neue Institut der Realitäten.
Wir gehen den Fragen auf den Grund. Wir gehen protestieren, reden mit außerirdischem Leben, bepflanzen das Theater und denken Haare neu.
Einmal im Monat werdet Ihr auf Instagram neue Video- und Soundinstallationen von uns finden und werdet mit uns auf die Reise gehen. Es wird magisch! Es wird bunt!

Folgt dafür dem Instagram Account Schauspiel Dortmund und schaut euch die Videos auf IGTV an!