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PANOPTISMUS

Eine von Michel Foucault 1977 formulierte Theorie („Überwachen und Strafen“), nach der bereits im frühen Kapitalismus der Wunsch nach möglichst effizienter, allgemeiner gesellschaftlicher Disziplinierung immer drängender geworden sei. Das Extrem einer effizienten Überwachung: Ein sich über alle Sphären der Gesellschaft spannendes Netz. Wenn kein Bürger mehr wissen könne, ob er gerade überwacht wird oder nicht, diszipliniere er sich sicherheitshalber permanent selbst – überwacht sich also selber. Über einen längeren Zeitraum, so Foucault, führt dieser Mechanismus zu einer Verinnerlichung der erwarteten Normen und zur vollkommenen Unmöglichkeit, diese Normen brechen zu können – oder auch nur daran zu denken. |→ANTHROPOZÄN | →BLADE RUNNER | →WHISTLEBLOWER | →KAMERAS | →KEITH ALEXANDER |→MICHEL FOUCAULT | →ONLINE | →PANOPTICON | →POST-PANOPTICON | →REVOLUTION | →SCHREIBMASCHINE | →ÜBERWACHUNG | →WILLIAM SHAKESPEARE

SCHREIBMASCHINE

Im Zeitalter anlassloser digitaler Massenüberwachung erlebt die analoge Schreibmaschine ein ungeahntes Comeback. So erwog im Juli 2014 der NSA-Untersuchungsausschuss, die interne Kommunikation sicherer zu gestalten, indem alle Akten per Schreibmaschine verfasst werden. Auch der „Unabomber“ Ted Kaczynski erkannte das revolutionäre Potential des altmodischen Geräts: Sein 35.000 Wörter langes Manifest hat er 1995 per Schreibmaschine getippt.→DATEN | →KEITH ALEXANDER | →TED KACZYNSKI | →REVOLUTION | →PANOPTISMUS | →POST-PANOPTICON | →WHISTLEBLOWER