TRIVIA

Was man unbedingt wissen sollte:

– Der Sänger Moby benannte sich selbst nach dem berühmtesten Roman seines Ur-Ur-Großonkels Herman Melville. Mit bürgerlichem Namen heißt Moby Richard Melville Hall.

– Gudrun Ensslin, Top-Terroristin und Mitglied der RAF, gab ihren Gefährten für ihre Kommunikation im Stammheimer Gefängnis, die über heimlich geschmuggelte kleine Notizen abliefen, Decknamen aus Moby Dick, um mögliche Überwacher in die Irre zu führen. Andreas Baader war Ahab, Starbuck stand für Holger Meins, Zimmermann für Jan-Carl Raspe, Quiqueg für Gerhard Müller, Bildad für Horst Mahler, Smutje für Gudrun Ensslin selbst. Die RAF sah sich selbst im Kampf mit dem Leviathan, dem Sinnbild für den Staat.

– Das Literarische Quartett wurde von 1988 bis 2001 im ZDF ausgestrahlt. Marcel Reich-Ranicki, Sigrid Löffler, Hellmuth Karasek debattierten seit 1990 mit je einem wechselnden Gast über verschiedene Bücher. Über Haruki Murakamis Gefährliche Geliebte zerstritten sich Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler so sehr, dass Löffler das Quartett 2000 verließ. Mit der Ersatzbesetzung Iris Radisch konnte das Quartett nicht mehr an seinen ursprünglichen Erfolg anknüpfen.

MOBY DICK vs A.H.A.B. - All Heroes Are Bastards

– Im kanadischen Freizeitpark Canada’s Wonderland eröffnete am 6. Mai 2012 die Achterbahn Leviathan. Sie orientiert sich thematisch am Seeungeheuer und hat eine Höhe von 93 Metern.

– Im Jahr 2007 erschien eine Comic-Ausgabe von Moby Dick bei Marvel, wo u.a. auch die Comics von Batman, Superman, Spiderman und anderen beheimatet sind.

– In verschiedenen Computerspielen sind Figuren namens Leviathan zu finden, beispielsweise in StarCraft II, Final Fantasy, Mass Effect 3 – sowohl als Protagonisten als auch als Antagonisten.

 

Über Dirk Baumann

Dirk Baumann ist seit der Spielzeit 2013/14 Dramaturg am Schauspiel Dortmund. Während des Studiums assistierte und hospitierte er u.a. am Burgtheater Wien, dem Theater an der Parkaue Berlin und am Staatstheater Kassel. Im Anschluss an sein Studium arbeitete er als Assistent und Dramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin und der Komischen Oper Berlin, u.a. mit Armin Petras und Sebastian Baumgarten. Daneben entstanden in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Anja Gronau und der Theatergruppe PortFolio Inc. mehrere Inszenierungen und Stückentwicklungen am Berliner Theater unterm Dach, zuletzt "Untertan. Wir sind dein Volk". Es folgte ein Engagement als Regieassistent und Dramaturg am Deutschen Nationaltheater Weimar, hier entstand auch seine erste eigene Inszenierung "Kein Ort. Nirgends" nach Christa Wolf. In Dortmund arbeitet er u.a. regelmäßig mit den Regisseuren Claudia Bauer, Sascha Hawemann und Kay Voges zusammen. Außerdem initiierte er mit der Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak die Reihe "Herbstakademie" für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren.

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