WENN GOTT DIE WIEDERHOLUNG NICHT GEWOLLT HÄTTE

Eine Backstage-Dokumentation über DAS GOLDENE ZEITALTER 

Mario Simons Backstage-Dokumentation gibt Einblicke in den Denk-Kosmos der überregional gefeierten Theater-Performance DAS GOLDENE ZEITALTER – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen. Die Künstler und Schauspieler um den Regisseur Kay Voges kommen zu Wort und der komplexe technische Aufbau („Die Maschine“) wird erklärt. Zahlreiche Szenenausschnitte werden gezeigt. Darüber hinaus erzählen Zuschauer von ihren Eindrücken während des Abends: verstört, wütend, begeistert.

Die Welt urteilte nach der Uraufführung: „Mit DAS GOLDENEZEITALTER etabliert sich das Dortmunder Ensemble als führendes deutsches Theaterlabor.“ Und amusio.de polterte: „Der größte Theaterskandal des Jahres.“


2 Gedanken zu „WENN GOTT DIE WIEDERHOLUNG NICHT GEWOLLT HÄTTE

  1. Liebe Theater-Leute,
    danke für diesen Hintergrundbericht! – Dazu fallen mir ein paar Dinge ein.

    • Die Wiederholungen, die immer gleichen Muster des Alltags sind ja nur Oberflächen, die empirisch variieren können: Ich kaufe manchmal Milch bei Rewe, manchmal im Bio-Laden … Unterhalb dieser Oberflächen gibt es in mir aber einen weiten Raum des Erkennens und Verstehens, in dem – unabhängig von äußeren Bedingungen – in jedem Augenblick wirklich Neues, Schöpferisches und Zukunftsweisendes auftauchen kann.
    • Die Idee, über „Live-Regie“ die Aktualität und Unvorhersehbarkeit des Lebens selbst zum Zuge kommen zu lassen, um jedem Augenblick möglichst frei zu gestalten, ist originell! – Als Zuschauerin (ich war in der allerersten Aufführung) fühlte ich mich allerdings nicht wirklich in diese Freiheit einbezogen. Ich sah mich eher wie ein Kind, das andern Kindern beim Spielen zuschauen muss. Es kann sich dabei nur entscheiden, ob es bleiben will, oder gehen.
    • Noch zu dem Buber-Zitat: „Mit jedem Menschen ist etwas Neues in die Welt gesetzt …“. Soweit ich Buber in seiner dialogisch-dialektischen Weise verstehe, meint er: Die Einzigartigkeit jedes Menschen ist als Potential in ihm vorhanden, sie muss aber von ihm immer auch erst hervorgebracht werden. Jedem Neuwerden geht eine Erfahrung des Sterbens, des „Nichtseienden“ (Buber), voraus (z.B. „Die Erzählungen der Chassidim“, Zürich 1992 S. 200).
    • Kurz noch was zur Lautstärke. Ich habe noch keinen schlüssigen Grund dafür gefunden, warum die Geräusche/die Musik so unerträglich laut sein müssen. In Abwandlung eines Liedes von Grönemeyer würde ich sagen: Sie mögen Musik nur, wenn sie laut ist …, dann merken sie nicht, dass sie schon halb taub sind. (Sorry)

  2. Na, dann schau ich doch bei Buber noch mal rein. Das Buch habe ich vor Jahren mal zum Geburtstag bekommen (die Chassidim) – Vllt springt ja was für Freitag Abend dabei raus. Herzlichen Dank!

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