UNSERE REGISSEURE IN IHRER FREIZEIT

Von morgens bis abends Probe, abends dann mit Kollegen auf Ideensuche in der Bar ein Bier über den Durst trinken, und danach in einen traumlosen Schlaf. Und am nächsten Tag geht es wieder von vorne los!

Regisseure sind nicht zu beneiden. Kunst ist ein harter Job. Aber dann und wann – da gibt es diese rar gesäten, lichtumwölkten Momente der Entspannung. Momente, in denen nicht pausenlos an Spielplan x, Schauspieler y oder Szene z gedacht werden muss. Momente der Freizeit.

Aber was machen diese vielbeschäftigten Kunstmenschen denn in ihrer Freizeit? Wir haben uns bei den Regisseuren am Schauspiel Dortmund umgehört.


KAY VOGES

h7GuY9E2„Wenn ich nicht inszeniere oder ein Haus leite, versuche ich die Welt zu schützen vor all den Ganoven“, schreibt uns unser Intendant. Schön zu wissen, dass in diesen unruhigen Zeiten die Kunstfreiheit mit Law and Order-Bürgerwehr verteidigt wird!


ED. HAUSWIRTH

Ed. HauswirthDer Regisseur von „Liebe in Zeiten der Glasfaser“ schätzt sein Hobby, auf österreichischen Bauernhöfen irgendwo in der Nähe von Graz alte Traktoren zu fahren. Noch ein bisschen mehr Spazierengehen und Staatsbeschimpfen und er hätte 10 von 10 möglichen Thomas Bernhard-Punkten!


THORSTEN BIHEGUEOscar in Marrakech

Unser Regisseur-Schauspieler-Dramaturgen-Tausendsassa lässt sich auf einer Dachterrasse im marokkanischen Marrakech („krass laut und derb“) zu seiner nächsten Sprechchor-Regie „Das Bildnis des Dorian Gray“ inspirieren. Der Herr spielt nicht das transkontinentale Dandytum, er lebt es!


JÖRG BUTTGEREIT

JB + GodzillaJörg Buttgereit wiederum treibt sich in seiner Freizeit gern mit japanischen Monstern rum und sucht dabei augenscheinlich den Dialog auf Augenhöhe.


WENZEL STORCH

Feiertagsgestaltung, Ostern 1989

Wenn er nicht gerade bundesrepublikanische Messdiener-Memorabilia durch einen katholisch opulenten Bildersturm fegt, entspannt sich Wenzel Storch gern bei rural-psychedelischen Feldstudien. Dieses Foto zeigt ihn, “ bereits etwas angeschickert, bei der Freizeitgestaltung. Oder besser: bei der Feiertagsgestaltung. Ich bin mir relativ sicher, daß das Bild vor genau 27 Jahren entstanden ist, am Ostermontag 1989.“

Über Matthias Seier

Matthias Seier wurde 1993 im Münsterland geboren. Er studierte Kultur- und Literaturwissenschaften sowie Soziologie in Dortmund und Athen. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Dramaturgieassistent und betreut die Social Media-Kanäle des Schauspiels. Assistenzen u.a. bei "Das Goldene Zeitalter" (2013, Regie: Kay Voges), "Szenen einer Ehe" (2014, Regie: Claudia Bauer), "Elektra" (2015, Regie: Paolo Magelli) und "hell / ein Augenblick" (2017, Regie: Kay Voges). Seine erste Produktionsdramaturgie "Heimliche Helden" (Regie: Julia Schubert) feierte im Oktober 2016 Premiere. Gemeinsam mit Anne-Kathrin Schulz übertrug er das Stück "TRUMP" von Mike Daisey aus dem Englischen ins Deutsche. Das Internetportal nachtkritik.de ehrte ihn 2016 mit der Auszeichnung "Goldener Hashtag" für den besten Tweet des Jahres in der Kategorie "Visionär".

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