EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL

STERNSTUNDEN AUS DEM GEHEIMARCHIV #24

Einige Nachrichten an das All 

Als Weihnachtsgeschenk haben wir für euch – als letztes Türchen unseres diesjährigen Adventskalenders – eine ganz besondere Überraschung: wir zeigen Kay Voges‘ preisgekrönten Film Einige Nachrichten an das All exklusiv drei Tage lang hier – gratis und in voller Länge

Die filmische Inszenierung des Erfolgsstücks von Wolfram Lotz (unsere Eröffnungspremiere der Spielzeit 2012/13) wurde beim NRW-Theatertreffen 2012 als „Bestes Stück“ sowie auf Film-Festivals von Los Angeles bis St. Petersburg mehrfach ausgezeichnet. 


„Man kann nicht sagen, dass es das Glück nicht gibt. Es gibt das Glück. Es ist manchmal ganz real. Für einen Augenblick ist es ganz real. Es ist wie ein kleiner elektrischer Stoß, das Glück.“

Das Schauspiel Dortmund wünscht Frohe Weihnachten!

Und darum geht es:  Einige Nachrichten an das All ist so ungewöhnlich, wie es der Titel vermuten lässt. Ein Pärchen nimmt es mit dem Schicksal auf – der kleinwüchsige Purl Schweitzke und sein gehbehinderter Freund Lum wünschen sich ein gemeinsames Kind. Sie sehnen sich nach dieser sinnvollen Aufgabe im Leben – aller biologischen Wahrscheinlichkeit zum Trotz. Bang fragen sie sich: Hat der Autor des Bühnenstücks, in dem sie sich befinden, ein Kind für sie vorgesehen? Unterdessen tritt der „Leiter des Fortgangs“ auf. Er bedient eine Maschine, die gesprochene Worte in Funkwellen verwandelt. Auf Knopfdruck sendet eine Satellitenschüssel die Botschaften ins All – „damit man dort erfährt, was uns Menschen bewegt“. Zu Wort kommen nach dem Willen des Leiters nur „Personen aus Historie und Medien“: Die dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow Britt, der Botaniker Rafinesque aus dem 19. Jahrhundert, der CDU-Politiker Ronald Pofalla und Heinrich von Kleist. Unter den Blicken von Purl und Lum, die mit trotzigem Mut ihr Schicksal erwarten, ringen die Gäste um die richtige Nachricht ans All. Gibt es irgendetwas in diesem Leben, von dem es sich zu berichten lohnte?

Wolfram Lotz, geboren 1981, ist Kleist-Förderpreisträger und Nachwuchsdramatiker 2011 in der renommierten Kritikerumfrage von Theater heute. Der von der Lyrik kommende Autor hat mit Einige Nachrichten an das All ein berührendes, hochkomisches und intelligentes Stück verfasst, das die ganze Tragik des Daseins im unscheinbarsten Detail aufspürt. Atmosphärisch liegt es zwischen Beckett, Pirandello und David Foster Wallace: Unter den Gegenwartsautoren nimmt Lotz eine Sonderstellung ein, weil in seiner Arbeit nichts weniger auf dem Spiel steht als der Sinn des Lebens.

 

2 Gedanken zu „EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL

    1. Hallo Bebbi,
      das ist richtig, allerdings war der Film zuvor öffentlich nicht zugänglich, sondern (so wie auch jetzt wieder) nur für den internen Gebrauch dort hochgeladen.

      Freundliche Grüße,
      Matthias Seier

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