DIE AUFFORDERUNG WEITERZUMACHEN

Ganz schön staatstragendes Ambiente, so eine Preisvergabe. Im Foyer des vor gut zwei Monaten neu eröffneten LWL-Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster wurde am Mittwochabend der NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler vergeben, gestiftet und organisiert vom Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Oben in den Ausstellungsräumen wandelten Besucher noch zwischen den Gemälden von Auerbach, Hockney oder Bacon; unten scharrte das Künstlervolk und die Anzugträger der Kulturpolitik, ungeduldig auf die Eröffnung der Gala wartend.

Von links nach rechts: NRW-Flagge, Ute Schäfer, Alexander Kerlin.

Insgesamt vierzehn Künstler wurden prämiert, je zwei in den Kategorien Bildende Kunst, Literatur, Musik, Theater, Film, Medienkunst und Architektur.  Einer der Preisträger: Alexander Kerlin, seit 2010 bei uns am Schauspielhaus Dramaturg. In ihrer Laudatio schreibt die Jury über ihn: „Seine Arbeit an den Schnittstellen von Theater und bildender Kunst, Computerwelten, Film – überhaupt von Kunst und Realität – wird noch viele an- und aufregende Ergebnisse bringen.“ Alex „kuratiert Reihen, nimmt Impulse der Stadtgesellschaft auf, entwirft in enger Zusammenarbeit mit Kay Voges neue Theaterformen.“ Des weiteren wurden das Dogma 20_13 für „Das Fest“, die Einrichtung des Dortmunder Sprechchors als festes Ensemblemitglied sowie die Inszenierung „Das Goldene Zeitalter“ (die zweite Staffel kommt im Februar!) als Gründe für die Auszeichnung genannt. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, überreichte die Urkunde persönlich.

Der Preis, so die Ministerin Ute Schäfer, soll den Künstlerinnen und Künstlern Mut machen, ihren Weg weiter zu verfolgen: „Es ist an Sie alle eine Aufforderung, weiterzumachen.“ Keine Bange, Frau Schäfer: Das nächste Projekt von Alexander Kerlin – Elektra – beginnt in zwei Wochen mit der Probenphase. Und im Juni steht dann die Premiere der nächsten Sprechchor-Produktion auf dem Programm!

Nach der Verleihung: Der Jubel war grenzenlos!
Ekstase, Spaß und Freude: Der Jubel auf der After-Show-Party kannte keine Grenzen!
Alexander Kerlin im Glück (NRW): Mein erster Kunstpreis!
Dramaturg Alex im Glück (NRW): Mein erster Kunstpreis!

Über Matthias Seier

Matthias Seier wurde 1993 im Münsterland geboren. Er studierte Kultur- und Literaturwissenschaften sowie Soziologie in Dortmund und Athen. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Dramaturgieassistent und betreut die Social Media-Kanäle des Schauspiels. Assistenzen u.a. bei "Das Goldene Zeitalter" (2013, Regie: Kay Voges), "Szenen einer Ehe" (2014, Regie: Claudia Bauer), "Elektra" (2015, Regie: Paolo Magelli) und "hell / ein Augenblick" (2017, Regie: Kay Voges). Seine erste Produktionsdramaturgie "Heimliche Helden" (Regie: Julia Schubert) feierte im Oktober 2016 Premiere. Gemeinsam mit Anne-Kathrin Schulz übertrug er das Stück "TRUMP" von Mike Daisey aus dem Englischen ins Deutsche. Das Internetportal nachtkritik.de ehrte ihn 2016 mit der Auszeichnung "Goldener Hashtag" für den besten Tweet des Jahres in der Kategorie "Visionär".

5 Gedanken zu „DIE AUFFORDERUNG WEITERZUMACHEN

  1. Als langjähriges Sprechchormitglied gratuliere ich dir ganz herzlich! Denn ich weiß, welch großartige Arbeit du und auch allen Anderen mit uns leisten! Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.