TRANSHUMANISMUS

ist eine philosophische Richtung, die den Körper nicht mehr als unberührbare Einheit ansieht, sondern statt­dessen die menschlichen Möglichkeiten durch den Einsatz technolo­gischer Verfahren erweitern will. Jeder Mensch soll seine seelischen und körperlichen Möglichkeiten selbst bestimmen und verbessern können. Kritiker wie der Politwissenschaftler Francis Fukuyama sehen im Transhumanismus eine Gefahr – er könne die progressiven Ideale der liberalen Demokratie auf kritische Weise unterminieren, indem er die menschliche Natur und Gleichheit auf fundamentale Weise verändere. Falls man, so Fukuyama, die „gefährlichste Idee der Welt“ nicht stoppe, werde sie das Menschheitsideal bald mit „genetischen Bulldozern und psychotropen Shopping-Malls“ plattwalzen. Lesetipp: Karin Harrasser – „Körper 2.0 – Über die technische Erweiterbarkeit des Menschen“, 2013. →ANTHROPOZÄN | →DATEN | →RAY KURZWEIL | →POSTHUMANISMUS ZWEIFEL