„DIE ZUKUNFT IST SCHON DA! WIR SIND SCHON CYBORGS!“ – EIN GESPRÄCH MIT MIKE DAISEY

Der Film Steve Jobs wird für Oscars nominiert. Die Entwickler wehren sich gegen FBI-Versuche, bestimmte iPhones durchsuchen zu dürfen. Auf Keynotes stellt Apple-CEO Tim Cook das neue iPhone SE vor. Und im Studio vom Schauspielhaus ist Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs ein Dauerrenner. Der Apple-Konzern ist und bleibt also Thema.

Dramaturgin Anne-Kathrin Schulz traf 2012 den Autor des Monologs Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs in Berlin. Mit dem 1976 geborenen Autor von mehr als 20 Bühnenstücken sprach sie über Steve Jobs, über iLiebe, westliche Globalisierungsethik, seinen Monolog, die Kritik an seiner Person und vieles mehr. Hier nun das Gespräch in voller Länge.

Herr Daisey, was waren die Grundlagen Ihres Monologs?

Das Stück speist sich aus meiner eigenen Lebensgeschichte und aus Ergebnissen meiner Recherchen. Ich habe zum Beispiel acht Biographien über Steve Jobs gelesen.

Acht?

Ja, und ich kann jedem nur davon abraten. Sie sind alle fürchterlich. Alle leiden an dem selben Problem: Die Biographien von Wirtschaftsbossen sind nie besonders interessant, weil im Leben von Wirtschaftsbossen nicht wirklich viel passiert. Das ist sogar bei Steve Jobs so – und er ist vermutlich der interessanteste Wirtschaftboss von allen. Es ist auch ein Problem des Formats – die Verlage wollen 300, 400-Seiten-Bücher. Ein sechzigseitiges Buch über Steve Jobs wäre sicher faszinierende Lektüre. Und sein Leben ist großartiges Material für einen Theaterabend, aber nicht für eine 400-Seiten-Biographie. Die letzte war ja sogar 700 Seiten lang! Aber ich habe sie alle gelesen. Es gibt auch noch andere Einflüsse – die Struktur dieses Monologs war z.B. stark beeinflusst von dem Roman NEUROMANCER von William Gibson. Auch eine gewisse Art, mit Worten umzugehen. Auch SNOW CRASH von Neal Stephenson spielte eine Rolle. Es gibt im Monolog einige erzählerische Passagen, die von SNOW CRASH inspiriert sind. Dieses Heraufbeschwören von Dystopien. Und weitere Inspirationsquellen werden ja im Text genannt – z.B. 1984 und BLADE RUNNER.

In der Recherchephase fürs Theaterstück – wobei, sollte ich DIE AGONIE UND DIE EKSTASE DES STEVE JOBS überhaupt als solches bezeichnen?

Es ist eigenartig… Ich selber nenne meine Monologe immer schlicht Monologe, jedenfalls bei meinen eigenen Aufführungen. Sie sind ehrlich gesagt der erste Dramaturg eines Theaters, den ich treffe, also Repräsentant einer anderen Produktion, die den Text realisiert. Ich habe das Transkript ja erst im Februar 2012 online gestellt. Ich habe auch schon ein Theaterstück geschrieben, aber mein Fokus lag immer auf meinen Monologen. Wenn ich sie selber performe, bezeichne ich sie absichtlich nicht als „Theaterstück“, weil sie nicht wirklich den traditionellen Gesetzen eines Theaterstücks gehorchen. Es gibt ja normalerweise auch keinen Stücktext, kein Transkript. Und ich selber bin auch kein Schauspieler im klassischen Sinne – wenn ich auf der Bühne bin, in einer Rolle, dann höchstens in dem Sinne, wie wir alle immerzu eine Rolle spielen. Aber es ist natürlich sofort ein anderer Fall, wenn es ein Transkript gibt und einen Schauspieler. Dann ist es durchaus eine Art Theaterstück. Aber das ist wirklich neues Terrain für mich. Ich wurde über die Jahre immer wieder gebeten, von meinen Monologen Transkripte anzufertigen, aber das hier ist das erste, das es tatsächlich gibt.

Viele der Hintergründe, warum dieser Monolog entstanden ist, sind Teil des Textes. Für mich gibt dieser autobiographische Aspekt dem Text sehr viel Kraft: die Reise, die sowohl eine innerer als auch eine äußere Reise ist – Bestandsaufnahmen, Recherche an vielen Orten.

Recherche ist schon seit längerem Teil meiner Arbeit, ja. Und der Rechercheteil wird zum Teil der Geschichte. Vor Ort recherchieren, Zeuge sein, und dann Geschichten auf Grundlage dieser Erlebnisse zu erzählen. Für meinen Monolog THE LAST CARGO CULT, der sich mit der globalen Finanzkrise beschäftigt, war ich z.B. mehrere Wochen auf einer Insel im Südpazifik, wo die Menschen unser Verständnis vom Wert des Geldes nicht teilen. Bei DIE AGONIE UND DIE EKSTASE DES STEVE JOBS war es so, und das kommt ja auch im Text vor, dass ich auf diese Bilder aus der Fabrik gestoßen bin. Und dann das gemacht habe, was die meisten machen würden: Ich habe gegooglet. Und bin sehr schnell auf Menschenrechtsberichte von Nicht-Regierungs-Organisationen gestoßen, aus den letzten zehn Jahren, und die haben mich wirklich gefesselt. Und erstaunt, weil sie über viel Schlimmeres [aus China] berichten als alles, was im öffentlichen Diskurs vorkam. Und das sind renommierte Organisationen, und niemand widerspricht ihren Ergebnissen. Man spricht einfach nicht darüber. Und ich fragte mich – wenn das alles stimmt, und es scheint ja zu stimmen, warum hört man nichts darüber? Wenn alle es wissen, warum ist es uns egal? Das fragte ich auch mich selber. Woher kommt dieser blinde Fleck? Es war nicht so, dass ich, mit Reporterhut auf dem Kopf, wild auf der Suche nach einer „Story“ war. Dieser blinde Fleck hat mich interessiert, diese Leerstelle, die es auch in mir selber gab. Ich bin in der Lage, mein Laptop in seine Bauteile zu zerlegen, aber ich hatte nie einen Schritt weitergedacht.

Gerade Hightech-Fans sind ja oft besessen von Fragen, wo genau eine bestimmte Platine herkommt, mit was für einem Chipset, es gibt Codes auf den Bauteilen… Und mir wurde klar, dass ich zwar viel darüber wusste, wo Bauteile herkommen, aber nicht, wie sie zusammengesetzt werden. Genau da gab es bei mir einen blinden Fleck, eine Leerstelle. Und interessanterweise lag diese Leerstelle genau an dem Punkt, wo sie bei uns offenbar immer liegt: Beim Punkt Arbeitskraft. Immer wenn es um Arbeit, Arbeitskraft geht, legen wir gerne eine Leerstelle drüber, weil wir nicht hinschauen wollen. Ich bin von Hause aus eigentlich kein Aktivist, habe zwar viele politische Ansichten, war aber nie im Umfeld politischer Gruppen. Dieser Monolog ist mit Abstand der aktivistischste, den ich je gemacht habe – und der Grund ist wohl, dass mir bei der Recherche bewusst wurde, dass man tatsächlich ziemlich einfach etwas tun könnte. Was aber nicht passiert. Es ist nicht die Sorte Theater, die zwar über die Arbeitsbedingungen in China erzählt, aber dann sagt: „Wirtschaft ist ein sehr komplexes Thema, China ist ein komplexes Land. Und wie können wir jemals wissen, was richtig und was falsch ist? Die Welt ist so groß. Und wir alle leben in ihr.“ Und dann eine lange Pause, bevor langsam die Scheinwerfer dunkler werden. Und alle würden rausgehen mit einem „Jaja…alles furchtbar komplex…“. Ich glaube, dass die logistischen Fragen zwar komplex sind, aber nicht so komplex und unüberwindbar, dass mein, dass unser Verhalten zu rechtfertigen wäre.

Andreas Beck in „Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs“ (Regie: Jen Whigham)

Auch die Firmen würden wohl kaum in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Apple beispielsweise gilt seit Jahren als visionärstes und innovativstes Unternehmen der Branche und ist finanziell höchst erfolgreich. Anfang 2012 gab Apple bekannt, dass die Bruttogewinnspanne im vierten Quartal 2011 bei 44,7 Prozent lag – dass also durchschnittlich knapp die Hälfte des Verkaufspreises jedes Geräts direkt auf die Apple Konten fließen. Die Firma hat ein Barvermögen von 100 Milliarden Dollar.

Die Arbeitskosten in China sind lächerlich gering. Andere Elektronikfirmen haben vielleicht kleinere Gewinnmargen als Apple, aber alle könnten sich Reformen finanziell leisten, ohne Frage. Ich habe schon NEUROMANCER oder SNOW CRASH erwähnt – solche Bücher faszinieren mich, und mir ist irgendwann bewusst geworden, dass solche Szenarien nicht nur im Science-Fiction-Genre zu finden sind, sondern bereits in unserer realen Welt existieren. Und ich das lediglich nicht sehen wollte. Mit den Sonderwirtschaftszonen hat China Orte geschaffen, in denen die Unternehmen das Sagen haben. Da kann man sehen, wie die Zukunft aussehen wird. Es ist kein menschlicher Stiefel mehr, der einem da ins Gesicht tritt, es ist der Fußtritt eines Unternehmens. Welches immer noch einen Teil von uns darstellt, klar. Aber es ist ein Fußtritt jenseits persönlicher Verantwortung. Man kann keine Individuen mehr verantwortlich machen.

Könnte es sein, dass eine Geschichte, die hinter die ökonomischen Kulissen eines Smartphones blickt, auf die dunkle Seite, uns emotional eher betrifft, als wenn es um unseren Teppich ginge, wo und wie dieser hergestellt wird und von wem?

Wir haben hier ein Gerät, dass so Teil unserer intimsten Privatsphäre ist, als wäre es Teil von uns, in uns eingebaut, Teil unserer Körper. Im Monolog heißt es:  Diese Geräte sind ein untrennbarer Bestandteil unseres Blicks auf unsere Existenz. Wir sehen die Welt, und zwar auch durch unser Telefon. Man sitzt z.B. physisch miteinander beim Kaffee und ist gleichzeitig auf Facebook und Twitter aktiv. Das fasziniert mich. Ich war schon früh in Netzwerken unterwegs, noch bevor es das Internet gab, wie wir es heute kennen. Aber ich und die anderen damals wussten, dass wir Freaks waren, Außenseiter. Aber heutzutage ist praktisch jeder dabei. Die Welt heute besteht aus vielen Schichten. Heutzutage sind wir hier und gleichzeitig kennen wir Leute per Facebook und Twitter. Und je realer all diese Sachen werden und sich all diese Schichten um uns legen, desto wertvoller ist die Option, diese ganzen menschlichen Beziehungen per Telefon zu pflegen. Das einzige, was ich vielleicht – und das ist jetzt ein großes „vielleicht“ – öfter bei mir habe als mein Telefon, ist mein Portemonnaie. Vielleicht. Aber das ist nur ein Behältnis. Mein Telefon ist etwas völlig anderes. Es ist ein Portal. Und damit etwas sehr Persönliches.

Ich war beim ersten Lesen von DIE AGONIE UND DIE EKSTASE DES STEVE JOBS überrascht über die Fallgeschwindigkeit, die der Text in mir erreicht. Ich bin kein leidenschaftlicher Apple-Fan oder Computerexperte – ich benutze zwar einen Laptop, würde ihn aber sicher nicht zur Entspannung in seine 43 Einzelteile zerlegen, und doch: Es ist ein Stück über uns, heute. Das irritiert, das trifft.

Interessanterweise gab es eigentlich immer zwei Shows, die sehr verschieden sind – die im Theater und die draußen. Seit der Uraufführung haben Tech-Experten und Branchenvertreter sehr bösartig agiert, reagiert, auf den Halbschatten an Informationen, den es über den Abend gab, auf die Fußabdrücke, die er hinterließ – aber nicht im Theaterraum selber.

Nach der New Yorker Premiere kam der große Erfolg.

Ich habe teilweise bis zu zwei, drei Interviews am Tag gegeben, über Monate, während ich abends aufgetreten bin. Tagsüber gab es also eine ganz andere Art von Theater als abends. Eine Kernfrage, die der Abend stellt, lautet: „Sollte es uns kümmern?“ – auf den ersten Blick erstmal eine Frage, die man doch nicht ernsthaft überhaupt stellen muss. Aber dennoch das Herz des Stückes.

Der Text behauptet, ein Virus zu beinhalten.

Und man kann nicht kontrollieren, wie genau die Immunreaktion auf ein Virus ausfällt – weder im Theaterraum noch global.

Dazu ein kurzer Blick zurück: 2010 reisen Mike Daisey und Jean-Michele Gregory nach China. Später im Jahr ist die Uraufführung von THE AGONY AND THE ECSTASY OF STEVE JOBS in Portland, danach touren die beiden durch Amerika. 2011 beschert die New Yorker Premiere dem Monolog schlagartig nicht nur national, sondern auch international große Aufmerksamkeit, was sicher auch daran liegt, dass die Person Steve Jobs gerade im Fokus der Öffentlichkeit steht – der Apple-Chef war kurz zuvor, am 5. Oktober 2011, an Krebs verstorben. Im Januar 2012 ist Daisey zu Gast bei Ira Glass in der Radiosendung „This American Life“. In diesem journalistischen Format wird auch ein Auszug aus Daiseys Monolog gesendet. „Mr Daisey and the Apple Factory“ wird zu einer der meist herunter geladenen TAL-Episoden. Zwei Wochen später, am 25. Januar 2012, veröffentlicht die renommierte New York Times in der Reihe „The iEconomy“ einen Artikel von Journalist Charles Duhigg über Apple, Aluminiumstaub-Explosionen, die Foxconn-Fabriken und China: IN CHINA, HUMAN COSTS ARE BUILT INTO AN IPAD. Die Debatte über Globalisierungsethik am Beispiel des Unternehmens Apple ist auf einem Höhepunkt angelangt, Apple bemüht sich um Schadensbegrenzung.

Die Redaktion von „This American Life“ zieht die Episode mit Mike Daisey einige Wochen später zurück, mit dem Vorwurf, dass Daisey u.a. den Anschein erweckt habe, den kompletten Geschichtsstrang des Monologs, der in China spielt, persönlich erlebt zu haben, einige Details verfälschend dramatisch zugespitzt sowie den Sender bezüglich der Kontaktdaten seiner Übersetzerin getäuscht zu haben (was Daisey zugibt). Noch Monate später wird Mike Daisey im Internet mit Häme überschüttet. Inzwischen hat er die sachlich umstrittenen 5 Minuten seines ca. 90-minütigen Theatertextes überarbeitet, beide Versionen stehen kostenlos im Internet.politico

Irgendwann haben Journalisten herausgefunden, dass Sie kein Journalist sind, sondern Künstler. Da ist ja ein Fokusklau in Reinform passiert. Die Debatte verschob sich sofort komplett – weg von den Selbstmorden chinesischer Arbeiter, weg von den unumstrittenen Zuständen bei Foxconn, weg von Apple, weg von Fragen der Verantwortung. Hin zu Charakterstudien zur Person Mike Daisey, zur Frage, was Theater darf und was nicht, und wie sich Kunst von Journalismus unterscheidet. Die Tech-Branche muss sich ins Fäustchen gelacht haben. Und nicht nur die! Jen Whigham und ich saßen hier in Deutschland an unseren Rechnern und konnten förmlich die Erleichterung im Netz spüren, die einem aus den „Mike Daisey hat gelogen“-Headlines erfreut entgegenstrahlte: ‚Die Details? Egal! Vorbei mit den gemischten Gefühlen, alles wieder gut!’

Ich bin wütend auf mich selber. Ich habe Fehler gemacht, einige ethisch fragwürdige, falsche Entscheidungen getroffen und trage dafür die Verantwortung. Was ich aber am meisten bedauere, ist, dass ich einigen Menschen die Möglichkeit gegeben habe, die Aufmerksamkeit von den wirklich wichtigen Punkten wegzulenken.

Das Thema China ist glücklicherweise aber weiter präsent. Auch Foxconn ist jetzt viel öfter in der Presse als früher – und damit auch die Unternehmen, die dort produzieren lassen. Wir hören inzwischen recht regelmäßig aus chinesischen Fabriken.

Es gibt viele Menschen auf der Welt, die sich mit Arbeitsethik und Arbeitspraktiken beschäftigen, es gibt aber auch einen großen Pool voll Fraktionen, Ressourcen und Energie, der gegen solche Untersuchungen anarbeitet.

Es geht schließlich um viel Geld.

Ja.

Auch Charles Duhigg von der New York Times bleibt am Ball.

Seine Arbeit ist wirklich großartig. Und [Apple-Mitbegründer] Steve Wozniak war und ist ein wichtiger Unterstützer, hat mich auch nach der Sache mit This American Life weiter öffentlich unterstützt, auch auf wiederholte Nachfrage – was viele aus der Tech-Branche immer noch nicht fassen können.

Fotos: Jean-Michele Gregory, Birgit Hupfeld, Wuerker/Politico

Und für alle, die bis zum Schluss gelesen haben: Der Monolog kann hier in deutscher Sprache als pdf-Datei heruntergeladen und gelesen werden. Viel Vergnügen!

Über Matthias Seier

Matthias Seier wurde 1993 im Münsterland geboren. Er studierte Kultur- und Literaturwissenschaften sowie Soziologie in Dortmund und Athen. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Dramaturgieassistent und betreut die Social Media-Kanäle des Schauspiels. Assistenzen u.a. bei "Das Goldene Zeitalter" (2013, Regie: Kay Voges), "Szenen einer Ehe" (2014, Regie: Claudia Bauer), "Elektra" (2015, Regie: Paolo Magelli) und "hell / ein Augenblick" (2017, Regie: Kay Voges). Seine erste Produktionsdramaturgie "Heimliche Helden" (Regie: Julia Schubert) feierte im Oktober 2016 Premiere. Gemeinsam mit Anne-Kathrin Schulz übertrug er das Stück "TRUMP" von Mike Daisey aus dem Englischen ins Deutsche. Das Internetportal nachtkritik.de ehrte ihn 2016 mit der Auszeichnung "Goldener Hashtag" für den besten Tweet des Jahres in der Kategorie "Visionär".

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