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Programmheft 3.0 Das Glitzern der Welt

ZUM STÜCK

Bilder von Schlepperbooten oder verzweifelten Menschen auf Landrouten, in Zügen, LKWs oder zu Fuß, Nachrichten aus überfüllten Unterkünften bis hin zu Katastrophenmeldungen oder fremdenfeindlichen Übergriffen. Der Themenkomplex Flucht ist omnipräsentes Thema in den Nachrichten und im Netz. In Politik und Gesellschaft wird um Umgang, Hilfe und Anerkennung gestritten und debattiert, ohne eine Einigung zu erzielen – sowohl auf lokaler als auch auf multinationaler, europäischer Ebene.

Doch im Bereich des globalen Handels mit Waren sieht das ganz anders aus: Dank CETA, TTIP und anderen Handelsabkommen können bzw. sollen Waren anscheinend immer leichter rund um die Welt zirkulieren. Und während der internationale Warenverkehr grenzenlos zu funktionieren scheint und Produkte spielend leicht nach Deutschland, in Läden und Kaufhäuser und damit in unser Leben gelangen, bleiben die Maschen der Grenzzäune für Menschen ungleich dichter. Was also im Handel erfolgreich war und ist – ein multinationaler Dialog, der die Bewegungsfreiheit von Waren auf dem globalisierten Marktplatz ‚Welt‘ sichert – will bei einem das unmittelbare (Über-)Leben von Menschen betreffenden Komplex nicht gelingen. Ist die Wirtschaft also das eine, Flüchtlingspolitik das andere?

Wo bestehen Zusammenhänge zwischen beiden globalen Phänomenen – sichtbar oder unsichtbar? Wie kommt die uns umgebende glitzernde Warenwelt zustande, was ist ihre Rückseite, was ihr Preis? Und wie positionieren wir uns dazu im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Aufbruch und einem immer lauter werdenden Wunsch nach Ausbruch?

Kommen Sie mit auf eine theatrale Grenzerfahrung!