Archiv der Kategorie: NEUES

ALLES IST MATERIAL FÜR DIE KUNST, AUCH LIEBESBEZIEHUNGEN

Ein Interview mit Ed Hauswirth, dem Erfinder der neusten Schauspiel-Produktion im MEGASTORE

Ed Hauswirth 3

Der Regisseur Ed Hauswirth hat mit seinem Schauspielensemble ein unheimliches Drama über Fernbeziehungen entwickelt: Vier Menschen, zwei Paare – Tonia (Julia Schubert) ist Studentin der Mediensoziologie und geht für ein Auslandssemester nach Rom. Ihren Freund Tomasz (Peer Oscar Musinowski) lässt sie dabei zurück – er steht vor einen Karrieresprung bei IKEA. Tonias Professor Wolf-Adam (Uwe Schmieder) tritt seinerseits eine Gastprofessur in Aalborg, Dänemark an. Seine Frau Helena ist Schauspielerin und geht für eine internationale Theaterproduktion nach Breslau in Polen. „Wird das halten?“ fragt Wolf. Das Auseinanderdriften der Beziehungen beginnt schon kurz nach dem Aufbruch in die neue Heimat. Trotz Skype. Wegen Skype? Misstrauen und Fremdheitsgefühle treten zwischen die Figuren. Wie beeinflusst das Medium Skype die menschlichen Beziehungen? Darüber haben wir uns mit Ed Hauswirth im Vorfeld der Premiere von „Die Liebe in Zeiten der Glasfaser“ unterhalten. ALLES IST MATERIAL FÜR DIE KUNST, AUCH LIEBESBEZIEHUNGEN weiterlesen

VORSTELLUNGSAUSFÄLLE UND -VERSCHIEBUNGEN

ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Vorstellungsausfälle und Terminverschiebungen im Schauspiel

Ein Defekt in der zentralen Steuereinheit der Heizungs- und Lüftungsanlage des Schauspielhauses hat zum Ausfall der gesamten Anlage geführt. Deshalb kann der Betrieb des Studios und des Instituts als Spielstätten leider nicht mehr aufrechterhalten werden, so dass die kommenden Vorstellungen im Studio und Institut verschoben werden oder ausfallen müssen.

Folgende Änderungen im Spielplan ergeben sich daher:

„RAMBO plusminus ZEMENT“
Die für Sonntag, den 7. Februar geplante Premiere von „RAMBO plusminus ZEMENT“ muss auf den 17. Februar, 20 Uhr verschoben werden.

SpielBar „Letzte Lockerung“
Die für den 5.2. geplante SpielBar „Letzte Lockerung“ muss auf den 20. Februar, 22 Uhr (Institut) verschoben werden.

Bereits gekaufte Karten für diese beiden Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine! Sollten die Ersatztermine nicht passen, können sich Zuschauer an die Ticket-Hotline unter 0231/50-27222 wenden.

Alle weiteren Vorstellungen der kommenden Woche im Studio und Institut bis einschließlich 14. Februar müssen leider ersatzlos entfallen.
Im Zuge einer sofort eingeleiteten Notmaßnahme wird die Anlage in den kommenden Tagen ertüchtigt, sodass der Weiterbetrieb ab 17. Februar gewährleistet ist. Die für den 17. Februar im Studio geplante „Blackbox“-Veranstaltung wird an diesem Tag im Institut stattfinden.

Bereits gekaufte Karten für alle Vorstellungen im Zeitraum vom 9. bis 14. Februar können an der jeweiligen Vorverkaufskasse zurückgegeben oder umgetauscht werden. Bei Fragen können sich Zuschauer an die Ticket-Hotline unter 0231/50-27222 wenden (Mo.-Sa. 18.30 Uhr).

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten!

Euer Schauspiel-Team

FOTOGALERIE: STERNMARSCH ZUM MEGASTORE

Das war der Sternmarsch, der Umzug des Schauspiel Dortmund in den MEGASTORE in der Felicitasstraße 2! Das Ensemble und Mitarbeiter zogen gemeinsam am 1. Februar vom Hiltropwall nach Hörde, um dem Schauspiel-Stern ein neues Zuhause zu geben. Ab sofort bespielt das Schauspiel Dortmund den Megastore in Hörde – und weiterhin das Studio am Hiltropwall. Die Bühne im Schauspielhaus kann wegen notwendiger Umbau-Maßnahmen vorläufig nicht bespirelt werden. Sehen Sie hier das Highlight der Bilder vom Sternmarsch!

 

DIE SHOW BEIM NACHTKRITIK THEATERTREFFEN DABEI

Nach einer Woche Abstimmungszeit hat es DIE SHOW – Ein Millionenspiel um Leben und Tod von Kay Voges, Alexander Kerlin und Anne-Kathrin Schulz unter die besten 10 aus 47 nominierten Inszenierungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum geschafft! Wir freuen uns sehr und möchten uns bei allen Freund*innen und Unterstützer*innen bedanken, die in den vergangenen Tagen fleißig für uns abgestimmt haben! DIE SHOW BEIM NACHTKRITIK THEATERTREFFEN DABEI weiterlesen

ADVENTSKALENDER: DAS 1. TÜRCHEN

Das 1. Türchen des Schauspiel Dortmund Adventskalenders!

Ab heute findet Ihr hier täglich ein neues Türchen zum öffnen, also nicht verpassen vorbeizuschauen!

Regie, Idee und Konzept: Wiebke Rüter
Video: Mario Simon
Mit: Ensemble des Schauspiel Dortmund

JELINEK IM MEGASTORE

Hass wird mit SS geschrieben. Zwischen 2000 und 2006 ermordeten Unbekannte neun türkischstämmige Männer in verschiedenen Großstädten. Überall fielen sie den Kugeln aus immer der gleichen Pistole zum Opfer; doch weder in Nürnberg, noch in München oder Hamburg, noch in Rostock, Kassel oder Dortmund wurden die offensichtlichen Parallelen zu einem Verdacht gemünzt, der die Täter auch nur annähernd in den Fokus genommen hätte. Stattdessen stigmatisierten die Ermittlungen im kriminellen Drogenmilieu oder Vermutungen auf Morde aus Eifersucht die Opfer postum und ihre Familien gleich mit. Erst als am 4. November 2011 die beiden Rechtsextremen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in ihrem Wohnmobil in Eisenach vermutlich Selbstmord begingen, erst als sich Beate Zschäpe wenige Tage später der Polizei stellte, konnten die neun Morde und darüber hinaus mehrere Banküberfälle, vier Sprengstoffanschläge und der Mord an einer Polizistin als Serie verstanden werden – verübt von Mitgliedern der rechtsextremen terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). JELINEK IM MEGASTORE weiterlesen

MEGATHEATER

Warum umgebaut wird, ab wann es losgeht und was es mit dem MEGASTORE auf sich hat: Das Vorwort von Intendant Kay Voges aus dem MEGAZINE, dem neuen Spielzeitheft des Schauspiel Dortmund!

Megazine

Liebe Freunde des (MEGA)-Schauspiels,

es war während der Pause unseres Spielzeit-Abschluss-Festes, am 25. Juni 2015 – Paul Wallfisch wurde gerade vom Dortmunder Publikum mit Standing Ovations verabschiedet, da erreichte mich folgende SMS: „Der Rat der Stadt unterstützt die Übergangsspielstätte MEGASTORE für den Zeitraum des Umbaus!“ Der Umbau? Aufgrund von Brand- und Arbeitsschutzverordnungen muss der komplette Abschnitt zwischen Schauspielmagazin und Theaterpforte teilweise abgerissen, teilweise modernisiert werden. Der große Saal des Schauspielhauses wird dadurch nicht mehr bespielt werden können.

Am 31. Januar 2016 öffnen wir daher zum letzten Mal in dieser Spielzeit unsere Türen zum großen Saal. Das kleinere Studio wird jedoch weiter, wie gewohnt, mit ungewöhnlichen Produktionen für unser Publikum offen bleiben.

Ab dem 11. Dezember 2015 wird das Schauspiel dann zum MEGATHEATER – mit der ersten Premiere in der neuen Spielstätte, dem ehemaligen MEGASTORE des BVB (Felicitasstraße 2, Phoenix West / Dortmund-Hörde).

Heute bin ich überglücklich, Ihnen nun endlich einen kompletten Spielplan für die Theatersaison 15/16 präsentieren zu können. Was wir alles für Sie entwickeln werden, davon berichten wir auf den 96 Seiten unseres MEGAZINES – und ich kann Ihnen sagen:

Es wird MEGASPANNEND.

Ich freue mich auf Sie und wünsche Ihnen eine außergewöhnlich aufregende Spielzeit an Ihrem MEGATHEATER.

Ihr

Kay Voges

Intendant des Schauspiels

PS:

Übrigens, das Theatermagazin „Theater heute“ hat das Schauspiel Dortmund in der aktuellen Jahresumfrage zum zweitbesten Theater im deutschsprachigen Raum gekürt (neben drei Bühnen aus Berlin). Diesen Erfolg haben wir auch Ihnen, unserem Publikum, zu verdanken. Sie haben uns durch die letzten Jahre mit Ihrer Offenheit und Neugierde getragen. Danke, MEGAPUBLIKUM!

Das ganze MEGAZINE können sie HIER downloaden und HIER online durchblättern!

Und so kommt man hin: U 49 (Richtung Hacheney) bis Rombergpark, Bus 440 (Richtung Aplerbeck) bis Pferdebachtal ODER U 41 (Richtung Hörde) bis Hörde Bahnhof, Bus 440 (Richtung Germania) bis Pferdebachtal.

DU GUCKST JA NUR ZU!

stbMeine große Tochter, die eigentlich gar nicht groß ist, aber immerhin größer als die kleine, nämlich fast vier, war am Sonntag mit mir im Theater. Es lief „Minority Report“ im Studio, ich hatte Abenddienst. Sie schaute über weite Strecken gebannt zu, was sicher nicht am Thema lag (Wie steht es um die Freiheit in Zeiten von Big-Data?), sondern eher am Mitwirken ihrer Freundin, der Schauspielerin Merle Wasmuth und mehrerer Barbie- und Ken-Puppen auf großen Leinwänden.

Und weil das Stück „gar nicht so gruselig“ war, wie sie zunächst befürchtet hatte, und weil ich sie bei den allzu expliziten erotischen Szenen kurz mit raus nahm („Warum hat Barbie sich hingelegt?“ – „Äh, die ist total müde! Komm, wir holen eine Brezel!“), wertete ich den Abend stolz als Erfolg für unser Papa-Tochter-Verhältnis. DU GUCKST JA NUR ZU! weiterlesen

RETTET DAS CINEMA JENIN

Die Existenz des Kinos in Jenin im Westjordanland Jahren ist bedroht. Der Dokumentarfilmer Marcus Vetter, der einst den Wiederaufbau des Kinos mit Freunden aus der ganzen Welt realisierte, hat eine Benefiz-Tour zum Erhalt des Kinos ins Leben gerufen. In diesem Rahmen zeigt das Kino im U (e.V.) in Kooperation mit dem Schauspiel Dortmund und dem Deutsch-Palästinensischer Länderkreis in der Auslandsgesellschaft NRW e.V. zwei Dokumentar-Filme: „Cinema Jenin“ und „After the Silence“. RETTET DAS CINEMA JENIN weiterlesen

AUSSTEIGEN: „INTELEXIT“

stbWer zuviel trinkt, findet Hilfe bei den Anonymen Alkoholikern. Wer zuviel arbeitet, geht zu den Anonymen Arbeitssüchtigen. Wer kein Bock mehr darauf hat, ein Neonazi zu sein, wendet sich an Initiativen wie „Exit Deutschland“. Oder du bist gewaltbereiter Salafist? Versuch es mal mit dem Projekt „Wegweiser“. Willst du aus der linksextremen Szene raus? Für dich bietet der Verfassungsschutz Aussteiger-Programme an.

Nun gibt es eine neue Initiative für Menschen, die eigentlich auf dem Radar der Hilfebedürftigkeit nicht auftauchen. Sie heißt „Intelexit“ und richtet sich an Mitarbeiter von Geheimdiensten wie dem Bundesnachrichtendienst, der NSA oder dem britischen GCHQ. „Diese Menschen“, so die Wiener Psychologin Angelika Schneider in einem Informationsvideo von „Intelexit“, „leiden unter dem, was wir Kognitive Dissonanz nennen.“ Darunter versteht man den Leidensdruck von Menschen, die ständig gezwungen sind, Dinge zu tun, die ihren Werten zuwider sind. AUSSTEIGEN: „INTELEXIT“ weiterlesen

2099

(Einige Gedanken zum Ansatz der Inszenierung)

Das erste Theaterstück des Zentrums für Politische Schönheit stellt vier Philosophen vom Ende des 21. Jahrhunderts auf eine Theaterbühne des Jahres 2015. Menschen vom Beginn des Jahrhunderts sehen sich Menschen vom Ende des Jahrhunderts gegenüber. In dieser Gegenüberstellung fliegt der Funke einer historischen Kraft: Menschen, die sich gerade erst aufmachen, ihr politisches Wollen im 21. Jahrhundert zu erforschen, werden auf der Bühne des Schauspiels Dortmund mit dem Urteil konfrontiert, das sich die Nachwelt über sie gebildet hat. Eine Theater-Zeitreise, die allen Beteiligten – sowohl auf, vor, neben und hinter der Bühne – buchstäblich alles abverlangt. Die Philosophen aus dem Jahre 2099 versuchen dabei, die Geschichte des 21. Jahrhundert umzuschreiben und das Schicksal zu korrigieren. Von dieser Überzeugung sind sie alle getragen – Natur würfelt nicht, aber die Geschichte würfelt. Das Publikum muss handeln, bevor es zu spät ist. 2099 weiterlesen