Archiv der Kategorie: NEUES

KALEIDOSKOP DER LEIDENSCHAFTEN

Kaleidoskop der Leidenschaften

Joel Pommerats großes Ensemblestück „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ab April im MEGASTORE

Das große Ensemblestück endlich in Dortmund! Schauspieler-Theater vom Feinsten! Zehn Schauspieler in mehr als 50 Rollen!

Anders als der Titel vermuten lässt, geht es in Joël Pommerats Erfolgsstück um ganz etwas anderes als Politik: nämlich um die Liebe. Der Star der französischen Theaterszene hat mit Die Wiedervereinigung der beiden Koreas einen internationalen Coup gelandet: In seinem szenischen Kaleidoskop aus 20 Szenen beleuchtet er die poetischen, humorvollen und dramatischen Hintergründe der schönsten Sache der Welt – der Liebe.

v.l.n.r.: Julia Schubert, Merle Wasmuth, Marlena Keil, Sebastian Kuschmann, Caroline Hanke, Ekkehard Freye, Friederike Tiefenbacher (Foto: Birgit Hupfeld)

Statt einer geschlossenen Dramaturgie erleben wir Szenen mit wechselndem Personal. Dadurch bietet das Stück Stoff für zahlreiche große Rollen, die den Zuschauer mit der Liebe in allen möglichen und unmöglichen Konstellationen begegnen lässt: Ein Mann liebt eine Frau. Oder: Ein Mann liebt zwei Frauen. Oder: Eine Frau liebt zwei Männer. Oder auch: Ein Bräutigam, der nicht nur seine Braut, sondern auch ihre gesamte weibliche Verwandtschaft geküsst hat. Oder: Die Geschichte von einer Prostituierten und einem Pfarrer. Oder: Ein kinderloses Paar und ein Babysitter. Oder, oder, oder… Ist Liebe wirklich so unmöglich wie die  „Wiedervereinigung der beiden Koreas“?

Aus alltäglichen Beobachtungen und Anekdoten entwickelt Pommerat locker verbundene Momentaufnahmen, die mit Leichtigkeit und Leidenschaft in ihren Bann ziehen. Das Stück changiert dabei gekonnt zwischen den Genres: Von absurder Komödie wechselt es meisterhaft zu tief berührender Tragödie. Dabei erinnern die Szenen nicht selten an große Theaterautoren: an die abgründige Tiefe eines Beckett, die melancholische Leichtigkeit eines Horváth oder die tragische Absurdität von Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? – und dabei ist das Stück doch ganz eigen. Für das Dortmunder Publikum und das Ensemble zugleich ein gefundenes Fressen: Wann bietet sich schon die Möglichkeit die Schauspieler in so vielfältigen Rollen zu erleben?

Regie führt der große Schauspiel-Regisseur Paolo Magelli, der an zahlreichen internationalen Bühnen von Italien über Zagreb bis Belgrad Erfolge feierte. In Dortmund brachte er zuletzt Elektra nach Euripides und Leonce und Lena in der Dortmunder Phoenix-Halle zur Aufführung. Auf der Bühne stehen Ekkehard Freye, Frank Genser, Caroline Hanke, Marlena Keil, Sebastian Kuschmann, Uwe Schmieder, Julia Schubert, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth und: Neuzugang und künftiges Ensemblemitglied Christian Freund. Bühnenbildner ist Christoph Ernst, die Kostüme entwirft Mona Ulrich.                                


Termine: 8. April (Premiere), 15., 28. April, jeweils 19.30 Uhr, sowie weitere Termine bis Juli im Megastore (Felicitasstr. 2, Dortmund-Hörde)

 

 

BORDERLINE PROZESSION GOES THEATERTREFFEN!

 

Wir freuen uns sehr: Das Schauspiel Dortmund ist mit DIE BORDERLINE PROZESSION von Kay Voges, Dirk Baumann und Alexander Kerlin (Regie: Kay Voges) zum 54. Berliner Theatertreffen eingeladen! Die Mitglieder der Theatertreffen-Jury haben aus 377 Inszenierungen die „10 bemerkenswertesten Inszenierungen“ ausgewählt. Das Theatertreffen findet vom 5. bis zum 21. Mai in Berlin statt.

In der Begründung der Theatertreffen-Jury heißt es:

Eine Musik-, Kunst-, Theater- und Filminstallation: philosophisches Totaltheater. Kay Voges vermisst die heutige Welt als rasend Bilder ausspeiende Maschinerie und lotet ihre Auswirkungen auf moderne Bewusstseinszustände aus. Die Zuschauer*innen haben unterschiedliche Einblicke in den gewaltigen 10-Zimmer-Gebäudekomplex in gediegenem Retro-Mittelstands-Schick. Sie sehen atmosphärische Stillleben, inspiriert von Künstlern wie Edward Hopper oder Gregory Crewdson, können sich geistig selbst bedienen aus dem darüber laufenden Musik-Medley und Zitatengewitter. Um sie herum kreist eine Prozession aus 23 Darsteller*innen mit Weihrauch und Gesang, als wolle man die irre gewordenen Weltgeister bannen. Bald wird der zunächst banale Alltag zur Festung gegen eine zusehends eskalierende Krise, die das behagliche Drinnen und den Firnis der Zivilisation durchbricht. „Borderline Prozession“ ist eine Reflexion über den Terror der gleichzeitigen Ereignisse, die wir uns süchtig permanent medial zuführen. Eine Meditation zur allgemeinen Weltverwirrung.

Die Inszenierung von Schauspiel-Intendant Kay Voges ist die insgesamt dritte Einladung nach Berlin für das Schauspiel Dortmund. Annegret Ritzel war 1988 mit Platonov dabei, und zuletzt war Michael Simons Black Rider 1995 nominiert. Nach 22 Jahren nimmt das Schauspiel Dortmund nun wieder am renommierten Berliner Theatertreffen teil. Es ist die erste Einladung für Kay Voges.

 

 

EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL

STERNSTUNDEN AUS DEM GEHEIMARCHIV #24

Einige Nachrichten an das All 

Als Weihnachtsgeschenk haben wir für euch – als letztes Türchen unseres diesjährigen Adventskalenders – eine ganz besondere Überraschung: wir zeigen Kay Voges‘ preisgekrönten Film Einige Nachrichten an das All exklusiv drei Tage lang hier – gratis und in voller Länge

Die filmische Inszenierung des Erfolgsstücks von Wolfram Lotz (unsere Eröffnungspremiere der Spielzeit 2012/13) wurde beim NRW-Theatertreffen 2012 als „Bestes Stück“ sowie auf Film-Festivals von Los Angeles bis St. Petersburg mehrfach ausgezeichnet. 


„Man kann nicht sagen, dass es das Glück nicht gibt. Es gibt das Glück. Es ist manchmal ganz real. Für einen Augenblick ist es ganz real. Es ist wie ein kleiner elektrischer Stoß, das Glück.“

Das Schauspiel Dortmund wünscht Frohe Weihnachten!

Und darum geht es:  Einige Nachrichten an das All ist so ungewöhnlich, wie es der Titel vermuten lässt. Ein Pärchen nimmt es mit dem Schicksal auf – der kleinwüchsige Purl Schweitzke und sein gehbehinderter Freund Lum wünschen sich ein gemeinsames Kind. Sie sehnen sich nach dieser sinnvollen Aufgabe im Leben – aller biologischen Wahrscheinlichkeit zum Trotz. Bang fragen sie sich: Hat der Autor des Bühnenstücks, in dem sie sich befinden, ein Kind für sie vorgesehen? Unterdessen tritt der „Leiter des Fortgangs“ auf. Er bedient eine Maschine, die gesprochene Worte in Funkwellen verwandelt. Auf Knopfdruck sendet eine Satellitenschüssel die Botschaften ins All – „damit man dort erfährt, was uns Menschen bewegt“. Zu Wort kommen nach dem Willen des Leiters nur „Personen aus Historie und Medien“: Die dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow Britt, der Botaniker Rafinesque aus dem 19. Jahrhundert, der CDU-Politiker Ronald Pofalla und Heinrich von Kleist. Unter den Blicken von Purl und Lum, die mit trotzigem Mut ihr Schicksal erwarten, ringen die Gäste um die richtige Nachricht ans All. Gibt es irgendetwas in diesem Leben, von dem es sich zu berichten lohnte? EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL weiterlesen

STATISTINNEN GESUCHT!

Statistinnen gesucht!

Für die Produktion „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ von Bertolt Brecht, die ab Dezember im Megastore zu sehen sein wird, suchen wir

russische/russlanddeutsche Statistinnen!

Sie sollten zwischen 20 und 40 Jahre alt sein, russisch sprechen können und idealerweise musikalisch sein (Gesang und/oder Instrument von Vorteil). Professionelle Schauspielkenntnisse sind nicht erforderlich.

Regie führt Sascha Hawemann, der in der vergangenen Saison bereits „Eine Familie (August: Osage County)“ im Schauspielhaus inszeniert hat.

Alle Informationen zum Stück und Inhalt findet ihr hier.

Der Probenzeitraum erstreckt sich vom 25.10. bis zur Premiere am 10.12., wobei nur ein geringerer Teil der Proben mit den Statisten geprobt wird, insbesondere aber in den Endproben ab Anfang Dezember. Das Stück wird nach der Premiere 2-3 Mal im Monat gespielt.

Wenn Sie Interesse haben und Neugier, Offenheit und die Lust, auf der Bühne zu stehen mitbringen, dann melden Sie sich beim stückbegleitenden Dramaturgen Dirk Baumann unter dbaumann@theaterdo.de!

+++WICHTIG+++ ALLE DETAILS ZUR SPIEGELBARRIKADE

Wie funktioniert die Spiegel-Barrikade? Die Spiegel-Barrikade ist eine soziale Plastik, bestehend aus einer Vielzahl von silbern glänzenden, aufblasbaren Würfeln. Diese sind seit dem 27. April von hunderten Hände gebaut worden – u.a. im Schauspiel Dortmund und an 14 Dortmunder Schulen, die sich im Programm „Schulen ohne Rassismus“ zusammengeschlossen haben. Unterstützt wurden Schauspiel und Schulen dabei von dem Respekt-büro der Stadt Dortmund (im Kommunalen Integrationszentrum), von der Bezirksvertretung Innenstadt-West, von der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie u.v.a. Die Würfel der Spiegel-Barrikade können auf vielfältige Weise eingesetzt werden: Man kann mit ihnen Formationen auf Straßen und Plätzen bilden, eine Demonstration auflockern, eine angespannte Situation deeskalieren und mit ihnen Straßen versperren. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass jeder, der die Würfel benutzt, Verantwortung trägt, wie sie als „Werkzeug“ eingesetzt werden. Jeder, der sie benutzt, gibt ihnen eine eigene Bedeutung. Das Künstlerkollektiv „Tools for Action“, dass das Konzept der Würfel erdacht hat, glaubt dabei an die Macht der Poesie, an taktische Frivolität und an gewaltfreien Widerstand. +++WICHTIG+++ ALLE DETAILS ZUR SPIEGELBARRIKADE weiterlesen

DIE BORDERLINE-STUDENTEN IM PORTRAIT (III)

Bei der nächsten, großen Premiere im Megastore, der BORDERLINE PROZESSION, spielen neben fast dem gesamten Schauspiel-Ensemble und Raafat Daboul zusätzlich neun weitere Schauspieler mit: sie sind Schauspielschüler der Essener Folkwang Universität der Künste.

Vor der Premiere am 15. April wollten wir ihnen die Gelegenheit geben, sich beim Dortmunder Publikum vorzustellen. Hier nun als Abschluss der Reihe: Lorenz Nolting, Amelie Barth und Nils Kretschmer. DIE BORDERLINE-STUDENTEN IM PORTRAIT (III) weiterlesen

DIE BORDERLINE-STUDENTEN IM PORTRAIT (I)

Bei der nächsten, großen Premiere im Megastore, der BORDERLINE PROZESSION, spielen neben fast dem gesamten Schauspiel-Ensemble zusätzlich neun weitere Schauspieler mit: sie sind  Schauspielschüler der Essener Folkwang Universität der Künste.

Vor der Premiere am 15. April wollten wir ihnen die Gelegenheit geben, sich beim Dortmunder Publikum vorzustellen. Hier nun die ersten drei: Paulina Alpen, Michael Wischniowski und Carl Bruchhäuser. DIE BORDERLINE-STUDENTEN IM PORTRAIT (I) weiterlesen

UNSERE REGISSEURE IN IHRER FREIZEIT

Von morgens bis abends Probe, abends dann mit Kollegen auf Ideensuche in der Bar ein Bier über den Durst trinken, und danach in einen traumlosen Schlaf. Und am nächsten Tag geht es wieder von vorne los!

Regisseure sind nicht zu beneiden. Kunst ist ein harter Job. Aber dann und wann – da gibt es diese rar gesäten, lichtumwölkten Momente der Entspannung. Momente, in denen nicht pausenlos an Spielplan x, Schauspieler y oder Szene z gedacht werden muss. Momente der Freizeit.

Aber was machen diese vielbeschäftigten Kunstmenschen denn in ihrer Freizeit? Wir haben uns bei den Regisseuren am Schauspiel Dortmund umgehört. UNSERE REGISSEURE IN IHRER FREIZEIT weiterlesen

„DIE DEBATTE ÜBER BESCHNEIDUNG WAR VÖLLIG KATASTROPHAL“

REGISSEUR TUĞSAL MOĞUL IM GESPRÄCH

Die Proben zur Studioproduktion Der Goldene Schnitt haben begonnen. In der Uraufführung geht es um rituelle Beschneidung bei Jungen. Der Autor, Regisseur und Schauspieler Tuğsal Moğul ist zugleich Anästhesist und kennt sich daher aus: Er hat als Arzt selber zahlreiche Beschneidungen an Jungen durchgeführt. Wir haben nach einer Probe mit ihm gesprochen und gefragt, wieso das Thema weiterhin für solche Kontroversen sorgt.
„DIE DEBATTE ÜBER BESCHNEIDUNG WAR VÖLLIG KATASTROPHAL“ weiterlesen

ALLES IST MATERIAL FÜR DIE KUNST, AUCH LIEBESBEZIEHUNGEN

Ein Interview mit Ed Hauswirth, dem Erfinder der neusten Schauspiel-Produktion im MEGASTORE

Ed Hauswirth 3

Der Regisseur Ed Hauswirth hat mit seinem Schauspielensemble ein unheimliches Drama über Fernbeziehungen entwickelt: Vier Menschen, zwei Paare – Tonia (Julia Schubert) ist Studentin der Mediensoziologie und geht für ein Auslandssemester nach Rom. Ihren Freund Tomasz (Peer Oscar Musinowski) lässt sie dabei zurück – er steht vor einen Karrieresprung bei IKEA. Tonias Professor Wolf-Adam (Uwe Schmieder) tritt seinerseits eine Gastprofessur in Aalborg, Dänemark an. Seine Frau Helena ist Schauspielerin und geht für eine internationale Theaterproduktion nach Breslau in Polen. „Wird das halten?“ fragt Wolf. Das Auseinanderdriften der Beziehungen beginnt schon kurz nach dem Aufbruch in die neue Heimat. Trotz Skype. Wegen Skype? Misstrauen und Fremdheitsgefühle treten zwischen die Figuren. Wie beeinflusst das Medium Skype die menschlichen Beziehungen? Darüber haben wir uns mit Ed Hauswirth im Vorfeld der Premiere von „Die Liebe in Zeiten der Glasfaser“ unterhalten. ALLES IST MATERIAL FÜR DIE KUNST, AUCH LIEBESBEZIEHUNGEN weiterlesen

VORSTELLUNGSAUSFÄLLE UND -VERSCHIEBUNGEN

ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Vorstellungsausfälle und Terminverschiebungen im Schauspiel

Ein Defekt in der zentralen Steuereinheit der Heizungs- und Lüftungsanlage des Schauspielhauses hat zum Ausfall der gesamten Anlage geführt. Deshalb kann der Betrieb des Studios und des Instituts als Spielstätten leider nicht mehr aufrechterhalten werden, so dass die kommenden Vorstellungen im Studio und Institut verschoben werden oder ausfallen müssen.

Folgende Änderungen im Spielplan ergeben sich daher:

„RAMBO plusminus ZEMENT“
Die für Sonntag, den 7. Februar geplante Premiere von „RAMBO plusminus ZEMENT“ muss auf den 17. Februar, 20 Uhr verschoben werden.

SpielBar „Letzte Lockerung“
Die für den 5.2. geplante SpielBar „Letzte Lockerung“ muss auf den 20. Februar, 22 Uhr (Institut) verschoben werden.

Bereits gekaufte Karten für diese beiden Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine! Sollten die Ersatztermine nicht passen, können sich Zuschauer an die Ticket-Hotline unter 0231/50-27222 wenden.

Alle weiteren Vorstellungen der kommenden Woche im Studio und Institut bis einschließlich 14. Februar müssen leider ersatzlos entfallen.
Im Zuge einer sofort eingeleiteten Notmaßnahme wird die Anlage in den kommenden Tagen ertüchtigt, sodass der Weiterbetrieb ab 17. Februar gewährleistet ist. Die für den 17. Februar im Studio geplante „Blackbox“-Veranstaltung wird an diesem Tag im Institut stattfinden.

Bereits gekaufte Karten für alle Vorstellungen im Zeitraum vom 9. bis 14. Februar können an der jeweiligen Vorverkaufskasse zurückgegeben oder umgetauscht werden. Bei Fragen können sich Zuschauer an die Ticket-Hotline unter 0231/50-27222 wenden (Mo.-Sa. 18.30 Uhr).

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten!

Euer Schauspiel-Team