Archiv der Kategorie: Theater trifft Aktion

LET´S MOBILIZE!

Die Tagung ist beendet. Drei Tage voller interessanter Gespräche, Diskussionen, Bier, Sauna, Theater und Party.

45 Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen, Schauspieler_innen, Journalist_innen, Künstler_innen und Kurator_innen waren 3 Tage lang zusammen, und nicht nur die Sauna hat die Köpfe zum Rauchen gebracht, sondern auch viele Fragen, die sich im Zusammenhang mit Theater und Aktion stellten: Was hat Theater überhaupt mit Aktion zu tun? Was können beide Bereiche voneinander lernen? Welche Rolle spielt eigentlich das Publikum? Was verändert sich, wenn der Rahmen einer Aktion eine Theaterbühne ist, im Gegensatz zu einer medialen Bühne oder einfach der Straße? Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Diskurse und was vereint sie? LET´S MOBILIZE! weiterlesen

POESIE DES WIDERSTANDS: MEGAFONCHOR

„Ich habe Lust, sie wahnsinnig zu nerven – obwohl ich eigentlich gar nicht der Typ dafür bin.“

 

 

Im Frühjar 2014 wurden in Sankt Pauli in Hamburg die Esso-Häuser abgerissen. Ein Hauskomplex mit viel Wohnraum und einer als Dorfplatz genutzten Esso-Tankstelle. Im Vorfeld des Abrisses formierte sich eine große Protestbewegung, die für den Erhalt der Esso-Häuser und gegen Gentrifizierung kämpfte. Silvi Kretzschmar, Choreographin und Künstlerin an der Schnittstelle von Performance und politischer Aktion, Mitglied des Schwabinggrad Ballets, sammelte in dieser Zeit Interviews und Statements der Bewohner_innen des Kiezes und schrieb daraus eine kollektive Rede. Diese Rede wurde von 10 Frauen mit Megafonen als Schwarm vorgetragen, mal während einer Demonstration, als Straßentheater oder im Nachruf „Esso Häuser Echo“ auf Kampnagel auf einer Theaterbühne. Es ist eine Mischung aus Textfragmenten, welche nicht nur inhaltlich sondern auch musikalisch arrangiert sind, Choreographie und dem Formulieren politischer Inhalte, inklusice Zögern und Unsicherheiten, die entstehen, wenn auf einmal ein großes Publikum zuschaut.

BITTE LIEBT ÖSTERREICH

Theater und Aktion

Eine Containeraktion von Christoph Schlingensief

Er ist bekannt für seine unzähligen Inszenierungen, Kunstinstallationen, Aktionen und Ausstellungen. Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, gestorben 2010 in Berlin, war in den letzten zwei Jahrzehnten ein prägnanter Künstler, der im kulturellen und politischen Diskurs seinen Platz hat.

Wir könnten hier seitenlang über seine vielen Kunstaktionen und Projekte schreiben, doch in Anbetracht des Formats des Blogs müssen wir uns auf eins beschränken.

Schlingensief veranstaltete im Rahmen der Wiener Festwochen 2000 (11.06.-17.06.2000) die Containeraktion BITTE LIEBT ÖSTERREICH – ERSTE ÖSTERREICHISCHE KOALITIONSWOCHE. BITTE LIEBT ÖSTERREICH weiterlesen

WISSEN SCHAFFT AKTION(S)KUNST

2015-10-26 18.14.17

 

Die Tagung „Theater trifft Aktion“ rückt näher. In weniger als zwei Wochen ist es soweit. Wir vergraben uns in Büchern mit Theorien, YouTube-Videos von Aktionen und Kunstprojekten, Internet-Plattformen, welche die Bühnen der modernen Subversion bilden, um das alles in den nächsten Tagen hier mit Euch zu teilen. Eine einmalige Chance: Wir, Emel und Maren, zwei Studierende der Szenischen Forschung (Bochum) und der Inszenierung der Künste und der Medien (Hildesheim), sichten, interpretieren, kuratieren und übersetzen für alle diejenigen, die gerade keine Zeit dafür haben. Total wissenschaftlich, total subjektiv, total subversiv.

THEATER TRIFFT AKTION

Theater und Aktion

 

Anlässlich der beginnenden Kooperationen mit den AktionskünstlerInnen vom Peng! Collective (DIE POPULISTEN) und dem Zentrum für Politische Schönheit (2099) lädt das Schauspiel Dortmund gemeinsam mit der Heinrich-Böll Stiftung Berlin zu einem Arbeitswochenende ein: Dreißig ausgewählte TheatermacherInnen mit Hang zur Aktion und AktionskünstlerInnen mit Hang zum Theater werden sich vom 6. – 8. November kennenlernen und in verschiedenen Workshops miteinander austauschen.

Die Fragen, Ergebnisse und Thesen aus den Workshops werden in der Podiumsdiskussion öffentlich vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert. Wir wollen wissen: Haben das Theater und der politische Aktivismus eine gemeinsame Zukunft? Was trennt, was eint uns? Wo können wir voneinander profitieren, und an welchen Stellen stehen wir uns auf den Füßen herum? Und was hat das Publikum davon? Brauchen wir angesichts der Katastrophen der Gegenwart ein neues Politisches Theater?

Kuratiert von Christian Römer (Heinrich-Böll Stiftung) und Alexander Kerlin (Schauspiel Dortmund)